Vier Radiologen kündigen am Klinikum Klagenfurt

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Die gesamte Unterabteilung für interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt hat gekündigt. Die vier Ärzte begründen den Schritt mit unzureichenden Arbeitsbedingungen, so der ORF.

Ein kollektiver Rücktritt einer kompletten Unterabteilung ist in dieser Form bisher beispiellos und sorgt in der Ärzteschaft für große Aufregung. Betroffen ist die interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt, wo die vier Ärzte unter anderem Gefäßverschlüsse behandeln und Krebsgewebe durch minimalinvasive Eingriffe veröden.

Team sprang jahrelang in die Bresche

Bereits vor wenigen Tagen hatte Luca De Paoli, der Leiter der Abteilung, seine Kündigung eingereicht. Seine Forderungen nach verbesserten Arbeitsbedingungen seien von der KABEG nicht oder nur teilweise erfüllt worden. Nun zog das gesamte Team nach.

In einer schriftlichen Stellungnahme, die dem ORF vorliegt, erklären die Mediziner, sie hätten über Jahre hinweg Lücken im Notfalldienst bei Engpässen und Krankenständen geschlossen. Die Rahmenbedingungen würden den stetig gestiegenen Anforderungen einer Hochleistungsmedizin nicht mehr entsprechen. Daher könne die Arbeit in der bisherigen Form nicht mehr fortgesetzt werden.

Krisensitzung mit Landesrätin

Der geschlossene Rücktritt führte am Donnerstagvormittag zu einer Krisensitzung im Büro von Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ). Vertreter der Ärztekammer, des Klinikums sowie KABEG-Aufsichtsräte nahmen an dem Treffen teil.

Nach rund zwei Stunden wurde das Gespräch mit dem Ergebnis beendet, dass weiterverhandelt werden soll. Das Department soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Bis September soll eine Lösung gefunden werden, so die Gesundheitsreferentin.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3365862/

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