Villach: Bürgerrat legt Vorschläge für Stadtentwicklung vor

In Villach haben Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen für die künftige Stadtentwicklung präsentiert. Die Vorschläge fließen, wo es möglich ist, in das neue Örtliche Entwicklungskonzept ein, das die Weichen für die kommenden zehn Jahre stellt.
Die Stadt Villach arbeitet derzeit an einem neuen Örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK), das als zentrale Grundlage für die Entwicklung der kommenden zehn Jahre dient. Das Konzept legt fest, welche Flächen grün bleiben, wo Wachstum möglich ist und wie Infrastruktur effizient gestaltet werden kann. Auch Freizeiteinrichtungen, Hochwasserschutz sowie Klima- und Naturschutzmaßnahmen sind Teil des Konzepts.
Erstmals wurden Bürgerinnen und Bürger direkt in den Expertenprozess eingebunden. 21 Personen zwischen 18 und 79 Jahren wurden aus 600 zufällig eingeladenen Villacherinnen und Villachern ausgewählt, um im Bürgerrat mitzuwirken. Es ist bereits das zweite Mal nach 2017, dass die Stadt auf dieses Beteiligungsformat setzt.
Bürgermeister Günther Albel betonte bei der Präsentation: „Gemeinsam mit den Villacherinnen und Villachern wollen wir Ideen für ihren Lebensraum umsetzen. Stadtentwicklung darf nicht von oben herab passieren, sondern muss auf Augenhöhe geschehen.“
Wünsche reichen von Grätzeln bis zu Co-Working-Spaces
Am Donnerstag stellte der Bürgerrat seine Ergebnisse vor. Ein Mitglied beschrieb die Atmosphäre so: „Egal, welches Alter oder welche Berufsgruppe, in Villach können alle miteinander reden.“ Zu den zentralen Anliegen zählt der Ausbau von Grätzeln – kleinen Stadtbereichen, die als Treffpunkte die Gemeinschaft stärken sollen. Viele wünschen sich zudem eine Ausweitung des beliebten Wohnzimmerkonzepts am Hauptplatz.
Angesichts veränderter Arbeitsformen wurde die Schaffung von mehr Co-Working-Spaces angeregt. Weitere Themen waren die Sicherung von leistbarem Wohnen und der Erhalt von Nahversorgern in den Ortsgebieten. Jugendliche brachten den Wunsch nach Workshops zur Berufsorientierung ein.
Darüber hinaus wurde die Förderung von generationenübergreifendem Wohnen, mehr Raum für Freizeitaktivitäten und Sport sowie zusätzliche öffentliche WC-Anlagen im Stadtgebiet vorgeschlagen.
Vorschläge werden geprüft und eingearbeitet
Die Ideen des Bürgerrats werden nun von Verwaltung und Politik geprüft. Wo umsetzbar, sollen sie direkt in das ÖEK einfließen. In den kommenden Monaten werden Fachgutachten und Datensätze – von Bodengutachten über Energieraumplanung bis zu Verkehrsanalysen – zusammengeführt.
Bürgermeister Albel dankte abschließend allen Beteiligten: „Ich bedanke mich bei allen, die im neuen Bürger:innenrat Verantwortung für ihre Stadt übernommen und sich so aktiv in den Stadtentwicklungsprozess eingebracht haben.“
Quelle: https://villach.at/Stadt-Erleben/News/buergerraete-(2)
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