Violinlehrer verabschiedet sich nach 30 Jahren am Musikum

Georg Hölscher beendete seine Laufbahn als Violinlehrer am Musikum Seekirchen mit einem großen Abschiedskonzert. Fast drei Jahrzehnte lang unterrichtete er hunderte Schülerinnen und Schüler.
Nach knapp 30 Jahren als Violinlehrer und Ensembleleiter am Musikum Seekirchen hat sich Georg Hölscher am 3. Juli mit einem Konzert im Emailwerk Seekirchen verabschiedet. Hunderte Schülerinnen und Schüler hat er in dieser Zeit ausgebildet und viele in die Kunst des Ensemblemusizierens eingeführt.
Virtuoses Abschiedskonzert im ausgebuchten Emailwerk
Bei der großen Abschiedsveranstaltung mit Orchesterkonzert, Play-Along, Open-Stage und After-Party im ausverkauften Emailwerk kamen Hölschers Fähigkeiten als Geiger, Lehrer und Animateur noch einmal zur Geltung. Gemeinsam mit dem Diabelliorchester unter der Leitung von Stephan Höllwerth spielte er mit seinen Schülern Florian Moser, Katharina Hofinger und Carla Berger das Konzert für vier Violinen von Antonio Vivaldi.
In Schuberts Rondo D 438 trat er als Solist auf und führte als Konzertmeister die Mitspielenden durch John Irelands Downland Suite. Nach dem Konzert animierte Hölscher das Publikum zum Mitfiedeln auf mitgebrachten Instrumenten. Einzelne Gratulanten brachten ihm Ständchen aus Klezmer, Jazz, Folk und Kammermusik dar.
Eigene Konzepte und erfolgreiche Schüler
Seine Schülerinnen und Schüler bescheinigen Hölscher außergewöhnliche pädagogische Fähigkeiten. Er entwickelte eigene Konzepte wie den „Stampfstrich“, „Mäusestrich“ und „Schleichstrich“. Etliche seiner Schülerinnen und Schüler ergriffen eine professionelle Laufbahn als Musikerinnen und Musiker.
Sie sind im Concertgebouworkest Amsterdam, in der Philharmonie Salzburg, der Salzburger Hofmusik und am Wiener Burgtheater tätig. Weitere Schülerinnen und Schüler wählten die musikpädagogische Richtung.
Von Bochum nach Seekirchen
Geboren 1961 in Bochum, wuchs Georg Hölscher in einer musikalischen Familie mit neun Geschwistern auf. Seine Studien absolvierte er in Essen, Köln, Salzburg und Amsterdam. In Ensembles wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Divertimento Salzburg, dem Salzburger Kammerorchester und dem Cavallieri-Quartett war er als Orchestermusiker, Konzertmeister und Primarius tätig.
Als Nachfolger von Michael Seywald übernahm er 1997 eine eigene Geigenklasse und die Leitung des Diabelliorchesters am Musikum Seekirchen. Stephan Höllwerth, Leitung Diabelliorchester Musikum, äußerte die Hoffnung, dass Hölscher als Musiker weiterhin aktiv bleibe: „Lieber Georg, wir werden dich und deine Musik vermissen, und hoffen aber auf ein baldiges Wiedersehen!“
Quelle: https://musikum.at/de/veranstaltungen-news/news/607-farewell-and-so-long
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