Vöcklabruck: Neues Zentrum für Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten

Am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck entsteht ein Entwicklungsmedizinisches Zentrum für Kinder und Jugendliche. Ein Team um Primar Dieter Furthner holte sich dafür Impulse aus Regensburg. Der Baustart ist für 2027 geplant.
Die Vorbereitungen für das Entwicklungsmedizinische Zentrum (EMZ) am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck laufen auf Hochtouren. Die Einrichtung soll künftig eine zentrale Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten, chronischen Erkrankungen oder komplexen medizinischen Fragestellungen werden. Das Zentrum ist Teil des Entwicklungsmedizinischen Netzwerks in Oberösterreich, das im Dezember 2025 präsentiert wurde.
In Vöcklabruck werden erstmals medizinische, therapeutische und sozialpädiatrische Leistungen gebündelt angeboten. Das Spektrum reicht von interdisziplinärer Entwicklungsdiagnostik über individuelle Therapiepläne bis zur Zusammenarbeit mit Familien, Schulen und regionalen Partnern. Damit soll ein umfassendes Versorgungsangebot im Salzkammergut entstehen, das Familien entlastet und die wohnortnahe Betreuung stärkt.
Fachlicher Austausch in Regensburg
Für die Planung besuchte ein multiprofessionelles Team rund um Prim. Priv.-Doz. Dr. Dieter Furthner ein Sozialpädiatrisches Zentrum in Regensburg. Der Austausch mit den deutschen Kollegen lieferte Einblicke in etablierte Abläufe, Organisationsformen und Best-Practice-Modelle.
„Die Erfahrungen aus Regensburg sind für uns von unschätzbarem Wert. Sie zeigen, wie ein modernes EMZ funktionieren kann und welche Strukturen notwendig sind, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu unterstützen“, betont Furthner, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck.
Baustart 2027 geplant
Das geplante Zentrum wurde vom Land Oberösterreich und der Österreichischen Gesundheitskasse als Teil eines zukunftsweisenden Modells für interdisziplinäre Kinder- und Jugendmedizin vorgestellt. Das Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck übernimmt eine wichtige Aufgabe: Es wird zur zentralen Anlaufstelle für die entwicklungsmedizinische Betreuung in Oberösterreich. Mit dem Bau soll 2027 begonnen werden.
„Mit dem Entwicklungsmedizinischen Zentrum in Vöcklabruck schaffen wir ein zukunftsweisendes Angebot für Kinder und Jugendliche, das medizinische Qualität, interdisziplinäre Zusammenarbeit und wohnortnahe Versorgung verbindet“, so Dr. Tilman Königswieser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding.
Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander betont: „Gerade für Kinder und ihre Familien braucht es verlässliche, wohnortnahe und gut vernetzte Angebote. Mit dem neuen Entwicklungsmedizinischen Zentrum in Vöcklabruck setzen wir einen wichtigen Schritt, um die entwicklungsmedizinische Versorgung in Oberösterreich weiter zu stärken.“
Quelle: https://www.ooeg.at/service/presse/presseaussendungen/detail/entwicklungsmedizinisches-zentrum-vb
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