Voestalpine will Umsatz im Bahnbereich auf 3 Mrd. Euro steigern

Mona HopfingerMona Hopfinger
Bahnstrecke mit Zug vor Euro-Symbol und Wachstumsdiagramm
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Linzer Stahlkonzern präsentiert beim Capital Markets Day in Berlin seine Wachstumsstrategie. Der Geschäftsbereich Railway Systems soll bis 2030/31 von derzeit 2,2 Milliarden Euro auf rund 3 Milliarden Euro ausgebaut werden.

Die Voestalpine hat am Dienstag im Rahmen der Fachmesse InnoTrans in Berlin ihre strategischen Pläne vorgestellt. Der Konzern konzentriert sich auf Wachstum in renditestarken Bereichen der Weiterverarbeitung. Besonders im Fokus steht dabei der Bereich Railway Systems, dessen Erlöse innerhalb der kommenden Jahre deutlich zulegen sollen.

Konkret strebt das Unternehmen an, den Umsatz in diesem Geschäftsbereich von aktuell etwa 2,2 Milliarden Euro auf rund 3 Milliarden Euro bis 2030/31 zu erhöhen. Als Treiber nennt die Voestalpine den weltweiten Trend zu nachhaltiger Mobilität auf der Schiene sowie umfangreiche Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau von Schieneninfrastruktur.

Weiterverarbeitung wird immer wichtiger

Der Konzern verfolgt eine Strategie, die auf technologisch anspruchsvolle Bereiche mit führenden Marktpositionen setzt. Seit dem Börsengang 1995 hat die Voestalpine den Anteil der Weiterverarbeitungsbereiche am Gesamtumsatz von rund 20 Prozent auf 45 Prozent gesteigert. Dieser Anteil soll künftig weiter wachsen, insbesondere durch Ausbau in den Bereichen Railway Systems, Luftfahrt, Lagertechnik sowie Rohre und Profile.

Parallel dazu arbeitet das Unternehmen mit dem Programm greentec steel an der schrittweisen Dekarbonisierung der Stahlproduktion. Im ersten Halbjahr 2027 sollen die ersten Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz in Betrieb gehen.

Großaufträge und integrierte Lösungen

CEO Herbert Eibensteiner verwies auf weltweit steigende Investitionen in Schienenverkehrsnetze, neue Verkehrskorridore und zunehmende Digitalisierungsanforderungen. Diese Entwicklungen würden attraktive Perspektiven für die Voestalpine Railway Systems schaffen und eine anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen Produkten erzeugen. Besondere Wachstumschancen sieht der Konzern in Indien, wo umfangreiche Investitionen in Hochgeschwindigkeits-, Güterverkehrs- und urbane Mobilitätsprojekte geplant sind.

Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied und Leiter der Metal Engineering Division, betonte die Bedeutung integrierter Lösungen. Die Voestalpine Railway Systems könne Schienen- und Weichensysteme, Signaltechniklösungen, digitale Anwendungen und Services aus einer Hand anbieten. Dieser ganzheitliche Ansatz sei ein zentraler Wettbewerbsvorteil, der Kunden über den gesamten Lebenszyklus hinweg begleite.

Die starke Marktposition zeigt sich auch in aktuellen Großaufträgen. Zuletzt erhielt der Konzern den Zuschlag für das Projekt Rail Baltica mit einem Volumen von 470 Millionen Euro. Auf der InnoTrans präsentiert die Voestalpine Railway Systems integrierte Lösungen für Hochgeschwindigkeits-, Güter- und Nahverkehrsnetze sowie digitale Monitoring- und Diagnosesysteme für effizientere Instandhaltung.

Klare Investitionsprioritäten

CFO Gerald Mayer erläuterte die Investitionsstrategie des Konzerns. Diese folge klaren Prioritäten: einer soliden Kapitalstruktur, der schrittweisen Dekarbonisierung, wertsteigerndem Wachstum und einer verlässlichen Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg. Railway Systems verbinde attraktive Wachstumsperspektiven mit einer starken Marktposition, einem resilienten Geschäftsmodell und einer hohen Kapitalrendite.

Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die Voestalpine bei einem Umsatz von 15,1 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,5 Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 48.800 Mitarbeiter und verfügt über rund 500 Gesellschaften und Standorte in mehr als 50 Ländern.

Quelle: https://www.voestalpine.com/group/de/media/presseaussendungen/2026-09-22-voestalpine-mit-klaren-wachstumzielen-in-attraktiven-zukunftsmaerkten

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