Volkskino Klagenfurt feiert 100 Jahre Kinogeschichte

Das Volkskino in St. Ruprecht beging am Donnerstagabend sein 100-jähriges Bestehen. Bürgermeister Christian Scheider und Kulturstadtrat Franz Petritz überreichten dem Verein „Neues Volkskino“ eine Dank- und Anerkennungsurkunde der Landeshauptstadt.
Das Volkskino Klagenfurt hat am Donnerstagabend sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Im Rahmen der Feierlichkeiten in St. Ruprecht erhielt der Verein „Neues Volkskino“ eine Dank- und Anerkennungsurkunde der Landeshauptstadt Klagenfurt. Die Auszeichnung wurde von Bürgermeister Christian Scheider und Kulturstadtrat Mag. Franz Petritz an Obmann Robert Schabus übergeben.
Das Programmkino gilt seit Jahrzehnten als kultureller Treffpunkt in der Landeshauptstadt. Es ist bekannt für sein auserlesenes Filmprogramm und besondere Leinwanderlebnisse. Die Ehrung würdigt die Leistungen und Verdienste des Vereins im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich.
Lob für kulturellen Beitrag
Bürgermeister Christian Scheider bezeichnete das Volkskino als Ort, „an dem die Leinwand Horizonte öffnet und Geschichten Menschen verbinden“. Es sei ein Stück Klagenfurter Stadtgeschichte und ein wichtiger Bestandteil der vielfältigen Kulturlandschaft. Das Programmkino leiste einen wertvollen Beitrag, indem es die Landeshauptstadt kulturell vielfältiger mache und das Leben bereichere. Scheider dankte allen, die das Volkskino über Jahrzehnte getragen, gestaltet und weiterentwickelt haben.
Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz betonte, dass das Volkskino seit 100 Jahren zeige, dass Kino mehr als Unterhaltung sei. Es könne zum Nachdenken anregen und den Blick auf gesellschaftliche Missstände schärfen. Die steigenden Besucherzahlen würden für sich sprechen und den Stellenwert des Kinos zeigen. Petritz wünschte sich, dass es auch in Zukunft ein wichtiger Treffpunkt für die Stadt bleibe.
Stummfilmklassiker zum Jubiläum
Die Jubiläumsfeier am 15. Oktober begann um 18 Uhr mit Einblicken in die Geschichte des Hauses und des Vereins „Neues Volkskino“. Gezeigt wurde der Stummfilmklassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ aus dem Jahr 1925 – jener Film, der vor 100 Jahren als erster im Volkskino lief. Die Vorführung wurde von Live-Musik des Stummfilmmusikers Günter A. Buchwald sowie Studierenden und Absolventen der Gustav Mahler Privatuniversität Klagenfurt begleitet.
Petritz bezeichnete die Rückkehr des Films, der 1926 den Auftakt machte, als starkes Zeichen. Seine Botschaft sei heute so aktuell wie damals: Ungerechtigkeit müsse hinterfragt werden, Widerspruch sei notwendig. Nach der Filmvorstellung legte MAMA FEELGOOD auf.
Der Vorstand des Vereins „Neues Volkskino“ besteht aus Marie-Therese Vollmer, Matthias Wieser und Robert Schabus.
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