Vorarlberg dünnt Buslinien aus – mehrere Streichungen

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In Vorarlberg werden mehrere Buslinien gestrichen oder im Takt reduziert. Betroffen sind unter anderem der Landbus Oberes Rheintal und Stadtbusse in Dornbirn und Feldkirch. Ziel sei der Abbau von Überangeboten, so Mobilitätslandesrat Christof Bitschi (FPÖ), so der ORF.

Aus der Beantwortung einer Anfrage der Grünen geht hervor, dass Anpassungen beim Stadtbus Dornbirn, beim Ortsbus amKumma, beim Landbus Unterland, beim Landbus Oberes Rheintal sowie beim Stadtbus Feldkirch anstehen. Mobilitätslandesrat Christof Bitschi (FPÖ) begründet die Maßnahmen mit dem Abbau bestehender Überangebote. Durch Kooperationen mit Verkehrsunternehmen und optimierte Dienstpläne sollen Kosten gespart werden.

Die planerische und finanzielle Hauptverantwortung liege primär bei Städten, Gemeinden und Gemeindeverbänden, das Land unterstütze über Fördervereinbarungen. Im Bahnverkehr sind laut Bitschi keine Streichungen geplant – im Dezember kommen neue Direktzüge in die Schweiz und nach Friedrichshafen hinzu.

Oberes Rheintal: Fünf Linien werden gestrichen

Die umfangreichsten Eingriffe erfolgen beim Landbus Oberes Rheintal. Die Linien 431, 441, 456, 457 und 481 werden eingestellt und teilweise in die Linien 445 beziehungsweise 455 integriert. Als Begründung werden schwache Nutzung und die Reduktion der Netzkomplexität genannt.

Bei der Linie 461 entfällt die Teilstrecke Koblach–Dürne–Klaus, bei der Linie 485 die Teilstrecke Göfis–Feldkirch. Das Wochenendangebot wird dort auf die Sommerferien beschränkt. Die Linie 440 wird in der Nebenverkehrszeit auf einen Stundentakt reduziert. Ausgebaut werden hingegen die Linien 462 und 480.

Dornbirn: Linie 212 fällt weg

In Dornbirn wird die Linie 212 gestrichen, das Angebot soll über die Linien 205 und 132 abgedeckt werden. Das Gütle wird neu über die verlängerte Linie 207 angebunden, Ebnit künftig über die neue Linie 176. Dort reduziert sich die Zahl der Kurse laut Land geringfügig, dafür gibt es eine umsteigefreie Verbindung zum Bahnhof.

Bei den Stadtbuslinien 210 und 211 fallen vier Frühabendverbindungen weg. Mehr Angebot gibt es für Schichtarbeitende: Die Linien 163 und 184 fahren abends bis 22.30 Uhr.

Montafon mit Ausbau, Bregenzerwald mit Änderungen

Im Montafon wird das Angebot ausgebaut, etwa mit zusätzlichen Kursen auf den Linien 623, 641, 650 und 680. Beim Pendlerexpress (Linie 651) wird das Angebot hingegen auf vier Verbindungen konzentriert.

Im Bregenzerwald fährt die Linie 821 künftig nicht mehr nach Weiler, sondern im Zweistundentakt nach Scheidegg – weil die Mitfinanzierung aus Deutschland wegfällt. Keine wesentlichen Änderungen gibt es in Bregenz und Bludenz sowie im Walgau, Brandnertal, Klostertal und Großwalsertal.

Feldkirch: Abends nur noch Stundentakt

Die Stadt Feldkirch hat ihre Änderungen in einer eigenen Aussendung präzisiert. Alle Stadtbuslinien bleiben grundsätzlich erhalten, angepasst werden Taktfrequenzen und teilweise die Betriebszeiten. Die Linie 404 wird zwischen Nofels und Bahnhof tagsüber auf einen 30-Minuten-Takt umgestellt, zwischen Bangs und Gisingen Milchhof bleibt in der Hauptverkehrszeit der 15-Minuten-Takt.

Ab 20 Uhr fahren die Linien 402, 403 und 404 nur noch im Stundentakt. Am Samstag wechseln die Linien 403, 405, 406, 407 und 408 in den 60-Minuten-Takt, am Sonntag fahren die Linien 403, 407 und 408 zwischen 8 und 19 Uhr stündlich.

Tarifreform wird noch evaluiert

Offen bleibt, wie sich die mit 1. Juni eingeführte neue Tarifstruktur auswirkt. Die Grünen kritisieren teils massive Preiserhöhungen, die besonders für Menschen ohne Klimaticket eine Hürde seien. Bitschi verweist auf eine seit September laufende Evaluation – auf Basis von Nachfragedaten, Rückmeldungen aus der Bevölkerung und Feedback des Fahr- und Servicepersonals. Ergebnisse sollen bis Ende des Jahres vorliegen.

Zur Frage, wie Angebotsreduktionen und Preissteigerungen mit den Klimazielen vereinbar sind, fällt die Antwort knapp aus: Das Angebot werde weiter optimiert, das hohe Nachfrageniveau damit gehalten.

Quelle: https://vorarlberg.orf.at/stories/3377968/

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