Vorarlberger Fichte am Rathausplatz aufgestellt

Am Wiener Rathausplatz steht seit heute der Weihnachtsbaum für die heurige Saison. Die über 200 Jahre alte Hochgebirgsfichte aus Damüls ist 31 Meter hoch und wiegt rund neun Tonnen.
In den frühen Morgenstunden des Mittwoch wurde die Hochgebirgsfichte aus Vorarlberg angeliefert und vor dem Rathaus aufgerichtet. Der Baum stammt aus Damüls im Bregenzerwald, wo er auf 1.350 Metern Seehöhe auf einer ehemaligen Alpweide wuchs. Sein Stammdurchmesser beträgt mehr als 90 Zentimeter.
Charakteristisch für Hochgebirgsfichten sind die schräg nach unten hängenden Äste – eine natürliche Anpassung an das Leben in den Bergen. So kann der Schnee im Winter leichter abrutschen.
Nach der nächtlichen Fahrt von Dienstag auf Mittwoch benötigt die Fichte nun Zeit, damit sich ihr Nadelkleid wieder entfaltet. In den nächsten Tagen pflegen Gärtnerinnen und Gärtner des Wiener Stadtgartenamts den Baum, bringen ihn in Form und bessern kleine Transportschäden aus. Danach wird er mit rund 1.000 roten und goldenen Kugeln sowie 2.000 Lichtern geschmückt.
Rotation seit 1959
Seit 1959 spendet jährlich ein anderes österreichisches Bundesland den Christbaum für den Rathausplatz – nach einem fixen Rotationsprinzip. Der Wiener Christkindlmarkt findet seit 1975 am Rathausplatz statt, seit 1981 ist auch Südtirol in die Rotation eingebunden. Zuletzt stand 2017 ein Baum aus Vorarlberg in Wien – die Damülser Fichte ist damit der westlichste Wiener Weihnachtsbaum seit neun Jahren.
Illuminierung am 13. November
Am Freitag, 13. November, öffnet der Christkindlmarkt am Rathausplatz. Am Abend werden der Weihnachtsbaum, die Weihnachtswelt, der Herzerlbaum und weitere Elemente erstmals in dieser Saison beleuchtet – im Beisein von Bürgermeister Michael Ludwig und Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner.
ÖkoEvent-PLUS-Zertifizierung
Heuer umfasst der Markt 96 Stände. Erstmals wird er als ÖkoEvent PLUS durchgeführt und erfüllt damit strengste Nachhaltigkeitskriterien. Dazu zählt ein verpflichtender Anteil an biologischen, vegetarischen und veganen Produkten. Kulinarisch stehen regionale und saisonale Produkte im Vordergrund, an den Verkaufs- und Kunsthandwerksständen liegt der Schwerpunkt auf handgefertigter Ware.
Kinderpark und Weihnachtswelt
Im nördlichen Teil des Rathausparks, Richtung Universität, wurde die Weihnachtswelt neu konzipiert. 17 weihnachtliche Stationen warten darauf, entdeckt zu werden. Kinder können dem Christkind ihre Wünsche übermitteln. Am offiziellen Souvenirstand gibt es Quizbögen, mit denen Familien die Stationen gemeinsam erkunden können.
Sämtliche Texte sind neben Deutsch und Englisch auch in Brailleschrift gestaltet und können erstmals digital am Smartphone gelesen werden. Für Familien mit kleinen Kindern steht heuer ein zusätzlicher Wickelcontainer bereit.
Teil der Weihnachtswelt ist der Krippenpfad: 15 handgefertigte Krippen des Wiener Krippenvereins widmen sich heuer dem Thema „Wiener Krippen“ und rücken Gebäude und Orte der Bundeshauptstadt in den Mittelpunkt. Ebenfalls zu finden ist der Herzerlbaum – Treffpunkt für Verliebte.
Eistraum und Adventsingen
Im südlichen Teil des Rathausparks bietet der Eistraum am Christkindlmarkt auf rund 3.000 Quadratmetern Eislaufvergnügen. Eine eigene, kostenlose Kindereislauffläche steht zur Verfügung. Wer Tickets online auf wienereistraum.com kauft, spart 10 Prozent und kann direkt mit dem Handy aufs Eis.
Bereits zum 44. Mal findet das Internationale Adventsingen im Festsaal des Wiener Rathauses statt. An den vier Adventwochenenden präsentieren 87 Chöre aus 17 Ländern mit exakt 2.589 Sängerinnen und Sängern traditionelle und moderne Advents- und Weihnachtslieder. Chöre aus den Niederlanden, Portugal, Zypern und Puerto Rico sind vertreten. Das Adventsingen findet jeweils von Freitag bis Sonntag zwischen 15.30 und 19 Uhr statt, der Eintritt ist frei.
Quelle: OTS
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