Vorarlbergerin unter 100 Women Heroes der FAO ausgezeichnet

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Vorarlberger Berg- und Almbäuerin Andrea Schwarzmann wurde von der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) zu einer der „100 Heroes in Agrifood Systems and Rural Development“ weltweit gekürt. Die Auszeichnung erhielt sie am 15. Oktober 2026 in Rom.

Die Vorarlberger Berg- und Almbäuerin Andrea Schwarzmann gehört zu den „100 Heroes in Agrifood Systems and Rural Development“ weltweit. Diese Ehrung der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) wurde ihr am 15. Oktober 2026 in Rom verliehen. Damit würdigt die internationale Gemeinschaft ihr jahrzehntelanges Wirken für die Stärkung von Frauen in der heimischen Land- und Forstwirtschaft sowie ihren Einsatz für Bildung, Gleichstellung und den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.

Bundesbäuerin würdigt Lebenswerk

Irene Neumann-Hartberger, Bundesbäuerin, gratuliert ihrer Vorgängerin zu dieser außergewöhnlichen Ehrung. Schwarzmann habe als Bundesbäuerin von 2013 bis 2021 sowie als Landesbäuerin von Vorarlberg von 2005 bis 2025 die Arbeit der Bäuerinnenorganisation entscheidend geprägt. Ihr Wirken habe das Leben vieler Frauen in der Land- und Forstwirtschaft nachhaltig beeinflusst.

Die Ausgezeichnete habe Bäuerinnen zur Weiterbildung motiviert und ihre gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Teilhabe ausgebaut, so Neumann-Hartberger. Mit Projekten wie „Lebensqualität Bauernhof“ habe Schwarzmann die mentale Gesundheit bäuerlicher Familien in den Fokus gerückt. Seit 2015 fungierte sie mit den „Aktionstagen“ als Brückenbauerin zwischen Erzeugern und jungen Konsumenten.

Von der Weiterentwicklung des Lehrgangs „ZAMm unterwegs“ profitieren heute viele agrarische Verbände, die eine der 645 Absolventinnen in ihren Reihen haben. Die von ihr mitinitiierte „Charta für eine partnerschaftliche Interessenvertretung in der Land- und Forstwirtschaft“ aus dem Jahr 2017 hat mittlerweile auf Bundes- und Länderebene mehrere Dutzend Unterstützer.

Internationale Anerkennung für österreichische Bäuerinnenarbeit

Die Wahl durch die FAO stelle eine besondere internationale Anerkennung des persönlichen Wirkens und zugleich eine schöne Auszeichnung für die österreichische Bäuerinnenarbeit dar, zeigt sich Neumann-Hartberger erfreut.

Laut FAO-Generaldirektor QU Dongyu gilt: „Wenn Frauen die Möglichkeit haben, sich umfassend einzubringen und Führungsverantwortung zu übernehmen, sind unsere Institutionen, Gemeinschaften und Agrar- und Ernährungssysteme stärker.“

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig gratuliert ebenfalls zu dieser bedeutenden internationalen Auszeichnung. Die Wahl aus mehr als 600 Kandidatinnen aus 131 Ländern sei eine außergewöhnliche Anerkennung für ihr langjähriges Engagement. Seit vielen Jahren setze sich Schwarzmann mit großer Überzeugung für bäuerliche Familienbetriebe und insbesondere für mehr Sichtbarkeit, Mitbestimmung und Verantwortung von Frauen in der Landwirtschaft ein.

Vorbild für künftige Generationen

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, betont, Schwarzmann sei nicht nur eine Bäuerin mit Leib und Seele, sondern auch eine höchst engagierte Interessenvertreterin. Mit hervorragendem Fachwissen, einem breiten Netzwerk und größtem persönlichen Einsatz habe sie weit über die Grenzen Vorarlbergs und Österreichs hinaus entscheidende Impulse für eine zukunftsweisende Land- und Forstwirtschaft gesetzt.

Die FAO-Ehrung habe sich Schwarzmann redlich verdient, so Moosbrugger. Sie möge vielen anderen Bäuerinnen und Bauern als Vorbild dienen und diese motivieren, sich an wesentlichen Schalthebeln für die Land- und Forstwirtschaft und ein partnerschaftliches Miteinander einzusetzen.

Wettbewerbsintensives Auswahlverfahren

Der Ehrung ist ein äußerst wettbewerbsintensives globales Auswahlverfahren vorausgegangen, zu dem mehr als 600 Frauen aus über 131 Ländern nominiert worden sind. Das spiegle die außergewöhnlichen Leistungen von Frauen in allen Regionen der Welt wider, heißt es im Ernennungsschreiben. Schwarzmanns Führungsqualitäten, ihr Engagement und ihr Wirken würden unter den Kandidatinnen als „wahrhaft bemerkenswert“ hervorstechen.

Quelle: OTS

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