VOSÖ gibt Volksschule Kritzendorf aus Kostengründen ab

Mona HopfingerMona Hopfinger
Schuljahr 2026/2027 Kalender mit Schlüsselübergabe vor Schulgebäude und Münzstapel
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs zieht sich zum Ende des laufenden Schuljahres aus der Privatvolksschule Kritzendorf zurück. Sinkende Schülerzahlen und hohe Erhaltungskosten machen den Betrieb unwirtschaftlich.

Die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) beendet mit Ablauf des Schuljahres 2026/2027 die Trägerschaft der Privatvolksschule Kritzendorf. Als Grund nennt die Organisation wirtschaftliche Schwierigkeiten. Derzeit laufen Gespräche mit der Stadtgemeinde Klosterneuburg und der Bildungsdirektion Niederösterreich, um Lösungen für die bestehenden Klassen zu finden.

Die Schule war ursprünglich von der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau SSND gegründet worden. Seit 2022 führt die VOSÖ den Standort. Neue erste Klassen werden nicht mehr aufgenommen.

Gebäudegröße und Kosten als Problem

Martha Mikulka, Geschäftsführerin der VOSÖ, bedauert die Entscheidung. „Die pädagogische Arbeit am Standort ist ausgezeichnet“, erklärt sie. Die anhaltend rückläufige Entwicklung der Schülerzahlen habe den Schritt jedoch notwendig gemacht.

Die Größe von Gebäude und Grundstück stehe in keinem Verhältnis zur geringen Zahl der Schülerinnen und Schüler, so Mikulka. Zusammen mit den laufend gestiegenen Erhaltungskosten sei eine weitere Trägerschaft unmöglich geworden. Sie zeigt sich dankbar für die konstruktiven Gespräche mit Stadt und Bildungsdirektion.

Bürgermeister Christoph Kaufmann bedauert den Rückzug der Ordensschulen-Vereinigung. Ein ungeplanter Schulwechsel stelle eine Herausforderung für Schülerinnen, Schüler und Eltern dar, so Kaufmann.

Er lässt derzeit alle Möglichkeiten prüfen, ob und wie die Stadtgemeinde es ermöglichen könnte, dass die derzeit bestehenden Schülerinnen und Schüler in den nächsten drei Jahren an diesem Standort ihren Volksschulabschluss machen können. Ziel der Gespräche ist es, dass alle Schulkinder im Idealfall bis zum Ende ihrer Schulzeit im vertrauten Schulhaus bleiben können.

Gründerorden spricht von notwendigem Loslassen

Sr. Karin Kuttner, frühere Vorsitzende des ehemaligen Schulvereins von Kritzendorf, stellt die Entscheidung in einen größeren Zusammenhang. Das Ordensleben sei seit jeher dynamisch und von Wandel geprägt gewesen – von Wachstum, Reifen, Ernten und auch Loslassen.
Maßgeblich bei Ordensentscheidungen sei stets gewesen, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit zu reagieren. Für die Volksschule Kritzendorf bedeute das, sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen, die nun ein Loslassen erforderten.

Quelle: https://www.ordensschulen.at/aktuelles/660-vereinigung-von-ordensschulen-beendet-schultraegerschaft

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