VSV-Coach Allard: „Jeder Gegner soll wissen: Es wird hart“

Der EC iDM Wärmepumpen VSV geht mit klaren Vorstellungen in die neue Eishockey-Saison. Headcoach Pierre Allard setzt auf aggressives, aber kluges Spiel und will sein Team zu einem unangenehmen Gegner für die gesamte Liga formen.
Nach einer intensiven Vorbereitung mit acht Testspielen steht der EC iDM Wärmepumpen VSV kurz vor dem Saisonstart. Headcoach Pierre Allard zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung seines Teams und betont die Bedeutung der gemeinsamen Vorbereitung.
„Es macht immer Spaß, wenn man endlich sein erstes Spiel bestreitet – vor allem nach einer langen Vorbereitung“, erklärt der Trainer. In den vergangenen Wochen habe man vieles ausprobiert, manches sei eine positive Überraschung gewesen, bei anderem brauche es noch Zeit.
Vorteil der vollständigen Vorbereitung
Im Gegensatz zur Vorsaison, als Allard erst im Dezember zum Team stieß, konnte das Trainerteam heuer von Beginn an ein gemeinsames Konzept entwickeln. „Diesmal hat das gesamte Trainerteam das Konzept gemeinsam aufgebaut: wie wir defensiv spielen wollen und wie wir aggressiv sein wollen“, so der Coach. Jedes Detail des Systems sei durchgegangen worden, damit jeder Spieler seine Rolle kenne.
Trotz einiger Verletzungen im Camp und später hinzugekommener Akteure wie Joseph Cramarossa sei es gelungen, eine Teamkultur und einen klaren Plan aufzubauen.
Aggressive, aber kluge Spielweise
Der VSV soll in dieser Saison eine klare Handschrift zeigen. Allard setzt auf eine aggressive, aber intelligente Spielweise. „Ich mag es nicht, rückwärtslaufend zu verteidigen – so wollen wir nicht spielen“, betont er. Das Team wolle in der eigenen Zone die Aktionen des Gegners schnell unterbinden und danach sofort in die Offensive kommen.
Aus der Playoff-Serie gegen Graz in der Vorsaison habe man gelernt: Damals sei man teilweise überaggressiv gewesen und habe zu viel Raum in der neutralen Zone geöffnet. Die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive sei entscheidend.
Defensivzone als Entwicklungsbereich
Das größte Entwicklungspotenzial sieht der Headcoach in der Defensivzone. „Das ist etwas, das wir jeden Tag trainieren müssen“, erklärt Allard. Gerade mit einigen jungen Spielern im Kader sei es wichtig, Fehler in der eigenen Zone zu minimieren und dem Gegner keinen Raum zu geben.
„Zuerst kümmern wir uns um unser eigenes Haus – das ist unsere D-Zone. Und wenn wir dann in die Offensive gehen, dürfen die Spieler Spaß haben, kreativ sein und es versuchen“, beschreibt er die Philosophie.
Special Teams als Schlüsselfaktor
Einen hohen Stellenwert haben die Special Teams – Powerplay und Penalty Killing. Diese würden rund 20 Prozent eines Spiels ausmachen, entsprechend viel Zeit werde auch in die Vorbereitung investiert. „Manchmal entscheidet das ein Spiel“, so Allard.
Am Tag vor einem Spiel analysiere man mit den Spielern, wie der Gegner verteidigt und sein Powerplay aufbaut. Im Training würden dann die eigenen Varianten durchgespielt, wobei die Spieler im Powerplay kreativ sein dürfen.
Auswärtsstart als Herausforderung
Der Saisonbeginn bringt mehrere Auswärtsspiele mit sich. Der Spielplan sei bereits im Juli bekannt gewesen, man habe sich darauf einstellen können. Abgesehen vom ersten Spiel gegen die Pioneers seien die meisten Gegner in der Nähe, die Reisewege also überschaubar.
Seine Botschaft an die Fans ist klar: „Jedes Mal, wenn sie in die Halle kommen, werden wir kämpfen, hart arbeiten und alles geben, was wir haben.“ Die Gegner sollen spüren: „Wenn du gegen uns spielst, weißt du, dass es ein harter Abend wird.“
Quelle: https://www.ecvsv.at/interview-mit-vsv-headcoach-pierre-allard
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