VSV gastiert bei Red Bull Salzburg

Der EC iDM Wärmepumpen VSV tritt am Freitag beim EC Red Bull Salzburg an. Während die Kärntner nach zwei Spielen eine ausgeglichene Bilanz aufweisen, warten die Mozartstädter nach drei Partien noch auf den ersten Saisonsieg.
Nach dem Kärntner Derby steht für die Adler bereits die nächste Auswärtspartie auf dem Programm. Am Freitag, 25. September, um 19.15 Uhr kommt es in der Eisarena Salzburg zum Duell mit dem EC Red Bull Salzburg. Die Partie wird live auf Sporteurope.tv und im Radio Kärnten Eishockey-Magazin übertragen.
Die Blau-Weißen starteten mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen die Pioneers Vorarlberg in die neue Spielzeit. Elias Wallenta und Joël Teasdale trafen dabei für den VSV. Am Mittwoch folgte im 364. Kärntner Derby allerdings eine deutliche 1:6-Niederlage beim EC-KAC.
Effizienz als Knackpunkt im Derby
Ausschlaggebend für die Niederlage war vor allem die unterschiedliche Chancenverwertung. Die Klagenfurter erzielten sechs Tore aus 34 Schüssen, was einer Scoring Efficiency von 17,65 Prozent entspricht. Der VSV brachte 32 Schüsse aufs Tor, verwertete davon aber nur einen – eine Effizienz von lediglich 3,13 Prozent. Auch bei den Bullys besteht Verbesserungsbedarf: 25 gewonnenen Faceoffs standen 41 verlorene gegenüber.
Salzburg mit schwachem Saisonstart
Die Mozartstädter sind alles andere als wunschgemäß in die neue ICE-Saison gestartet. Nach drei Spielen steht Salzburg noch ohne Sieg da. Zum Auftakt setzte es eine 1:7-Heimniederlage gegen den EC-KAC, gefolgt von einem 3:6 auswärts beim HCB Südtirol Alperia. Am Mittwoch gelang gegen den HC TIWAG Innsbruck beim 2:3 nach Penaltyschießen zumindest der erste Punkt.
Bei den Special Teams zeigen beide Teams Verbesserungspotenzial im Powerplay. Die Adler warten nach acht Überzahlsituationen noch auf ihren ersten Treffer. Salzburg nutzte zwei von bislang 13 Möglichkeiten und hält bei einer Quote von 15,38 Prozent.
In Unterzahl präsentiert sich Blau-Weiß deutlich stärker. Neun von zehn Situationen überstanden die Kärntner schadlos, was einer Erfolgsquote von 90 Prozent entspricht. Beim Auftaktsieg in Vorarlberg gelang zudem ein Shorthander. Salzburg hält im Penalty Killing bei 76,92 Prozent – in 13 Unterzahlsituationen kassierten die Red Bulls drei Gegentore.
Neuausrichtung nach überraschendem Playoff-Aus
Der EC Red Bull Salzburg zählt seit zwei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Mannschaften im österreichischen Eishockey. Die Mozartstädter holten seit dem Einstieg in die höchste Spielklasse zehn Ligatitel. Zwischen 2022 und 2025 sicherten sich die Red Bulls vier Meisterschaften in Folge und stellten damit einen neuen Ligarekord auf.
In der vergangenen Saison endete diese Serie allerdings überraschend. Salzburg beendete den Grunddurchgang auf Rang drei und schied im Viertelfinale gegen den HC Pustertal mit einem 0:4-Sweep aus. In der Folge trennte sich der Verein von Head Coach Manny Viveiros und leitete eine sportliche Neuausrichtung ein.
Mit Alan Letang steht seit dieser Saison ein neuer Head Coach hinter der Bande. Der 50-jährige Kanadier war zuletzt in der DEL2 bei den Blue Devils Weiden tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrung im kanadischen Nachwuchseishockey. Unter anderem arbeitete Letang als Head Coach der Sarnia Sting in der OHL sowie für die kanadischen U18- und U20-Nationalmannschaften.
Umbruch im Kader
Der Kader wurde im Sommer deutlich verändert. Insgesamt standen elf Abgängen neun Neuzugänge gegenüber. Besonders die Defensive erhielt ein neues Gesicht. Mit Wyatt Kalynuk verpflichteten die Salzburger einen Verteidiger mit NHL-, AHL- und KHL-Erfahrung. Der 29-Jährige absolvierte unter anderem 26 NHL-Partien für die Chicago Blackhawks und bringt mehr als 200 AHL-Spiele mit.
Neu sind außerdem die kanadischen Verteidiger Olivier Galipeau und Jayden Lee. Galipeau bringt Erfahrung aus der DEL und AHL mit, während Lee nach seiner College- und ECHL-Zeit erstmals in Europa spielt.
Trotz des Umbruchs können die Red Bulls weiterhin auf einen erfahrenen Kern bauen. Kapitän Thomas Raffl geht voran, ebenso stehen mit Michael Raffl, Peter Schneider, Benjamin Nissner, Mario Huber und Ali Wukovits zahlreiche etablierte Leistungsträger im Aufgebot. Im Tor zählen mit Atte Tolvanen und David Kickert zwei Nationalteam-Torhüter zum Stammpersonal.
Der schwache Start in die ICE Hockey League darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Salzburger bereits vor dem Ligastart internationale Pflichtspiele absolvierten. In der Champions Hockey League feierten die Red Bulls Anfang September unter anderem einen 3:0-Heimsieg gegen Bílí Tygři Liberec.
Personalsituation beim VSV
Head Coach Pierre Allard muss in Salzburg weiterhin auf Thomas Vallant verzichten. Der Verteidiger fällt aufgrund einer Unterkörperverletzung definitiv aus. Auch Kapitän Alexander Rauchenwald steht am Freitag noch nicht zur Verfügung. Sein Comeback ist für das Auswärtsspiel am kommenden Mittwoch in Ungarn vorgesehen.
Bei Alex Wall wird von Tag zu Tag entschieden. Die Oberkörperverletzung des Verteidigers wurde nochmals genauer untersucht, sein Zustand wird laufend evaluiert. Ob Wall ins Line-up zurückkehren kann, entscheidet sich erst am Spieltag. Selbiges gilt für Paolo Wieltschnig. Der 23-Jährige war zuletzt erkrankt, auch bei ihm fällt die Entscheidung über einen möglichen Einsatz kurzfristig.
Für die Adler geht damit die intensive Startphase der neuen Saison weiter. Die Red Bulls stehen nach ihrem punktelosen Start aus den ersten beiden Partien und dem ersten Zähler gegen Innsbruck bereits früh unter Zugzwang. Für Blau-Weiß gilt es, die Lehren aus dem Derby zu ziehen, vor dem gegnerischen Tor wieder effizienter zu werden und insbesondere am Bullypunkt eine Steigerung zu zeigen.
Quelle: https://www.ecvsv.at/blau-weiss-gastiert-in-salzburg
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