VSV testet gegen Linz erstmals Ligakonkurrenten

Pia ProdingerPia Prodinger
Steinbach Black Wings Linz und VSV Eishockeylogos mit "PRESEASON" Schriftzug
© EC iDM Wärmepumpen VSV

Der EC iDM Wärmepumpen VSV bestreitet am Mittwoch um 19.15 Uhr sein erstes Preseason-Spiel gegen einen direkten Konkurrenten aus der win2day ICE Hockey League. Die Adler gastieren bei den Steinbach Black Wings Linz.

Die Villacher treffen damit erstmals in der laufenden Vorbereitung auf einen Konkurrenten aus der heimischen Liga. Bereits am Freitag wartet mit Olimpija Ljubljana der nächste Gegner aus der ICE Hockey League.

Intensive Vorbereitung mit vielen jungen Spielern

Die bisherige Preseason der Blau-Weißen stand im Zeichen intensiver Arbeit und einer stetigen Weiterentwicklung. Die Ergebnisse fielen zwar meist nicht nach Wunsch aus, beim 6:3-Erfolg gegen den EV Landshut zeigte die Mannschaft aber ihr vorhandenes Potenzial. Auch in den Spielen gegen die Kassel Huskies, den EK Zeller Eisbären, die Dresdner Eislöwen sowie zuletzt bei der 4:7-Niederlage gegen die Starbulls Rosenheim waren jene Aspekte sichtbar, auf die das Trainerteam besonderen Wert legt.

Vor allem für die jungen Adler erwies sich die Vorbereitung als wertvoll. Aufgrund mehrerer verletzungsbedingter Ausfälle kamen zahlreiche Nachwuchsspieler zu viel Eiszeit auf Profi-Niveau. Für Kevin Mandl, Jakob Sintschnig, Paul Vaschauner, Aaron Wiedergut, Nikolas Scharf und Paolo Wieltschnig boten die Partien wichtige Standortbestimmungen. Gegen Rosenheim erhielt zudem der erst 16-jährige Benjamin Topalovic die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Die Nachwuchsspieler überzeugten mit großem Einsatz und füllten ihre Rollen bestens aus. Sie kämpften um jede Scheibe, hielten gegen körperlich robuste und routinierte Gegner dagegen und machten von Spiel zu Spiel Fortschritte.

„Ich bin sehr zufrieden mit den Fortschritten, die wir in den vergangenen Wochen gemacht haben. Gerade unsere jungen Spieler haben das, was wir von ihnen verlangt haben, wirklich angenommen. Sie haben hart gekämpft, sich hervorragend verhalten und jeden Tag versucht, besser zu werden. Das Spiel in Linz ist für sie noch einmal die letzte Gelegenheit, sich zu zeigen. Gegen Ljubljana und Augsburg wollen wir dann mit unserem vollständigen Kader antreten“, erklärte Headcoach Pierre Allard.

Defensivarbeit bleibt Schwerpunkt

Das Trainerteam bewertet die Entwicklung insgesamt positiv. Läuferisch präsentierte sich der VSV über weite Strecken bereits auf einem guten Niveau. Im Forecheck gelang es immer wieder, den Gegner früh unter Druck zu setzen, Scheiben zurückzuerobern und gefährliche Offensivaktionen einzuleiten. Gleichzeitig wurden auch jene Bereiche sichtbar, in denen bis zum Saisonauftakt noch Verbesserungen notwendig sind.

Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf dem Spiel in der eigenen Zone. Die defensiven Abläufe sollen weiter geschärft, Zweikämpfe konsequenter geführt und individuelle Fehler minimiert werden. Genau dafür dient die Vorbereitung: Spielabläufe festigen, unterschiedliche Situationen erproben und jene Konstanz entwickeln, die in der Meisterschaft erforderlich sein wird.

Linz mit namhaften Neuzugängen

Auch die Steinbach Black Wings Linz befinden sich derzeit in einer Phase der Neuausrichtung. Nach der enttäuschenden vergangenen Saison wurde der Kader umfassend verändert. Mehrere erfahrene Spieler wie Rasmus Tirronen, Sean Collins, Ken Ograjenšek, Logan Roe, Yohann Auvitu und das in Villach geborene Linzer Urgestein Andreas Kristler haben den Club verlassen.

Im Gegenzug verstärkten sich die Oberösterreicher prominent. Für Stabilität im Tor soll künftig der Kanadier Dylan Wells sorgen. Der ehemalige NHL-Goalie führte die Kansas City Mavericks in der vergangenen Saison bis ins Finale der ECHL und wagt nun erstmals den Schritt nach Europa.

Auch in der Defensive wurde nachgerüstet. Philipp Wimmer wechselte von Red Bull Salzburg nach Linz und bringt trotz seines jungen Alters die Erfahrung aus vier Meistertiteln sowie zahlreichen Einsätzen für das Nationalteam mit. Mit dem Tschechen Vojtěch Mozík verpflichteten die Black Wings zudem einen international erfahrenen Verteidiger, der bereits in der NHL, KHL sowie in Schweden und Tschechien aktiv war.

Für zusätzliche Qualität in der Offensive sollen vor allem Oskar Maier, Kyle Topping und Brady Shaw sorgen. Maier kehrte nach drei erfolgreichen Saisonen bei den Pioneers Vorarlberg in seine oberösterreichische Heimat zurück. Topping gilt als schneller und offensivstarker Angreifer, während Shaw seine Qualitäten als Torschütze bereits in Innsbruck und Budapest unter Beweis gestellt hat. Weiterhin wichtige Säulen im Team sind Kapitän Brian Lebler sowie Graham Knott, Shawn St-Amant und Emilio Romig.

Erster Erfolg in der Vorbereitung

Wie der VSV mussten auch die Black Wings in der Vorbereitung mehrere Niederlagen hinnehmen. Gegen Red Bull München unterlag Linz mit 2:5, gegen den HC Litvínov mit 2:3 und gegen den ERC Ingolstadt mit 1:4. Auch das erste Duell mit den Straubing Tigers ging mit 2:5 verloren.

Am vergangenen Sonntag gelang den Oberösterreichern schließlich der erste Erfolg der Preseason. Im Rückspiel gegen Straubing setzten sich die Black Wings mit 4:3 nach Verlängerung durch.

Damit treffen am Mittwoch zwei Mannschaften aufeinander, die sich noch mitten im Entwicklungsprozess befinden und den Vergleich als wichtige Standortbestimmung vor dem Ligastart nutzen wollen. Für beide Teams ist es zugleich der erste Test gegen einen Konkurrenten aus der win2day ICE Hockey League.

Personalsituation bleibt angespannt

Hinter den Einsätzen von Elias Wallenta und Maximilian Rebernig stehen weiterhin Fragezeichen. Beide mussten für das Spiel gegen Rosenheim kurzfristig passen. Ob sie in Linz wieder zur Verfügung stehen, wird erst am Spieltag entschieden.

Auch bei Joseph Cramarossa fällt die Entscheidung über einen möglichen Einsatz kurzfristig. Der Neuzugang absolvierte zuletzt bereits Teile des Mannschaftstrainings und könnte am Mittwoch erstmals in der laufenden Vorbereitung zum Einsatz kommen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine vollständige Belastbarkeit.

Für Kapitän Alexander Rauchenwald kommt das Spiel hingegen noch zu früh. Nach seinem Kreuzbandriss aus der vergangenen Saison befindet er sich weiterhin im Aufbautraining.

Quelle: https://www.ecvsv.at/adler-vor-erstem-preseason-duell-mit-ligakonkurrenten

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