VSV verliert trotz Last-Second-Ausgleich gegen Wien

Mona HopfingerMona Hopfinger
Eishockey-Torhüter mit Spielern im Kampf um den Puck vor dem Tor
© ecvsv.at

Der EC iDM Wärmepumpen VSV hat gegen die Vienna Capitals mit 3:4 nach Verlängerung verloren. Maximilian Rebernig rettete die Villacher 17 Sekunden vor Schluss noch in die Overtime, doch Nicholas Bailen entschied die Partie im Powerplay für die Gäste.

Die Adler aus Villach mussten sich vor heimischem Publikum den Vienna Capitals geschlagen geben. Trotz eines dramatischen Ausgleichs kurz vor Ende der regulären Spielzeit reichte es nicht zum Sieg. In der Verlängerung vergaben die Hausherren mehrere hochkarätige Chancen, ehe die Wiener 13 Sekunden vor Schluss im Powerplay zuschlugen.

Frühe Führung für Villach

Die Capitals erwischten den besseren Start und setzten die VSV-Defensive in den ersten Minuten unter Druck. Joe Cannata parierte frühe Abschlüsse von Shane Gersich und Jeremy Grégoire. Villach fand erst mit Fortdauer des ersten Drittels besser ins Spiel, musste aber durch Strafen gegen Paolo Wieltschnig und Steven Strong rund eineinhalb Minuten in doppelter Unterzahl agieren. Die Blau-Weißen verteidigten das Drei-gegen-Fünf konsequent.

In der 14. Minute gingen die Adler in Führung: Nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Wiener Tor kam die Scheibe über Kevin Hancock zu Elias Wallenta. Der Villacher drehte sich im Slot und setzte den Puck sehenswert ins Kreuzeck – 1:0. Ein Powerplay kurz vor Drittelende brachte keinen weiteren Treffer, sodass es mit der knappen Führung in die erste Pause ging.

Hin und Her im Mittelabschnitt

Das zweite Drittel verlief zunächst ohne zwingende Torchancen. Villach brachte sich durch Strafen gegen Alex Wall und Joël Teasdale erneut unter Druck. Wien nutzte das Powerplay: Linden Vey fand den freistehenden Senna Peeters im Slot, der halbhoch zum 1:1 abschloss (36. Minute).

Nur 75 Sekunden später schlugen die Adler zurück: Wall setzte zum Konter an, und John Hughes staubte den Rebound zum 2:1 ab (38.). Der Jubel hielt allerdings gerade einmal 49 Sekunden – dann zog Felix Koschek aus der Rundung scharf ab, und die Scheibe landete über Peeters' Schlittschuh unglücklich im eigenen Netz. Beim Stand von 2:2 ging es in die zweite Pause.

Rückstand und dramatischer Ausgleich

Villach kam nicht gut aus der Kabine und geriet erstmals in Rückstand. Jakob Lilja nutzte eine Unachtsamkeit in der blau-weißen Defensive in der 47. Minute eiskalt aus und stellte auf 2:3. Die Adler versuchten, die Partie wieder an sich zu reißen, taten sich gegen die kompakte Wiener Defensive jedoch schwer. Auch ein Powerplay nach einem Hooking von Gersich brachte nicht den erhofften Ausgleich.

2:09 Minuten vor Schluss nahm der VSV Cannata für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Die Blau-Weißen warfen alles nach vorne und erhöhten den Druck auf Adam Reideborn. Der Wiener Schlussmann hielt lange, bis 17 Sekunden vor Schluss Maximilian Rebernig im Slot an die Scheibe kam. Der Villacher setzte sich stark gegen die Gegenspieler durch und hob den Puck per Rückhand präzise unter die Querlatte zum 3:3. Mit dem bejubelten Ausgleich rettete er den VSV in die Overtime.

Powerplay-Tor entscheidet in der Verlängerung

In der Overtime hatten die Adler mehrfach die Entscheidung auf dem Schläger. Besonders bitter war ein Zwei-gegen-Null-Konter über Hancock und Wallenta, bei dem das entscheidende Zuspiel misslang. Auch Hughes hatte bei einem Breakaway die Entscheidung auf dem Schläger, scheiterte jedoch an Reideborn.

Für Diskussionen sorgte die Szene vor der Entscheidung. Nach einem nicht geahndeten Abseits der Wiener wurde Sean Larochelle wegen eines vermeintlichen Beinstellens für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Damit erhielten die Capitals 72 Sekunden vor Ende ein Vier-gegen-Drei-Powerplay. Diese Gelegenheit nutzten die Gäste: Vey bediente Nicholas Bailen am linken Bullykreis, der per One-Timer abschloss und Cannata 13 Sekunden vor Ende keine Chance ließ – 3:4.

Damit musste sich der VSV trotz des späten Comebacks geschlagen geben, nimmt aus der Partie gegen die Vienna Capitals aber zumindest einen Punkt mit.

EC iDM Wärmepumpen VSV – Vienna Capitals

Tore: 1:0 Wallenta (Hancock, Teasdale/13:25), 1:1 Peeters (Vey, Komarek/PP1/36:14), 2:1 Hughes (Wall/37:29), 2:2 Peeters (Koschek, Wallner/38:18), 2:3 Lilja (46:49), 3:3 Rebernig (Maxa, Metzler/59:43), 3:4 Bailen (Vey/PP1/64:47)

Quelle: https://www.ecvsv.at/spaeter-ausgleich-reicht-nicht-vsv-unterliegt-wien-in-der-overtime

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