VSV vor dem Aus: Krisensitzung soll Traditionsverein retten

Der Villacher Eishockeyverein VSV kämpft ums Überleben. Millionenforderungen und fehlende Mittel für den laufenden Betrieb bringen den Traditionsklub in existenzielle Not. Am Dienstag findet eine Krisensitzung im Büro von Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) statt, so der ORF.
In Villach steht der VSV im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Existenz des Traditions-Eishockeyvereins ist akut gefährdet. Neben einem fehlenden Geschäftsführer mangelt es vor allem an finanziellen Mitteln. Das Finanzamt und die Gebietskrankenkasse fordern Millionenbeträge. Zusätzlich müssen Förderungen aus der Pandemiezeit zurückgezahlt werden. Für den laufenden Betrieb fehlen nach Vereinsangaben zwischen 500.000 und 700.000 Euro.
Bei den genannten Summen handle es sich um Schätzungen, heißt es vom Verein. Konkrete Zahlen sollen am Dienstag bei einem Krisentreffen im Büro von Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) vorgelegt werden. Neben VSV-Vertretern werden auch Liga-Vizepräsident Erich Falkensteiner und Industrieller Hans-Peter Haselsteiner an der Sitzung teilnehmen.
Altobmann: Lösungen wurden immer gefunden
Giuseppe Mion, der den VSV fast 50 Jahre lang begleitete und sowohl als Meister als auch als langjähriger Obmann und Geschäftsführer tätig war, bezeichnet die Lage als sehr schwierig. Er äußert Unverständnis darüber, dass so lange zugewartet wurde. Turbulente Zeiten habe es auch früher gegeben, doch man habe stets eine Lösung gefunden und alle Verpflichtungen beglichen. Die Konkurrenz habe den VSV damals als professionelle Jonglierer bezeichnet.
Die Finanzprobleme seien schon länger bekannt gewesen, so Mion. Dennoch sieht er eine Möglichkeit zur Rettung: „Eine Chance hat man immer im Leben. Man findet immer eine Lösung, wenn man will.“ Eine Rettung durch die Stadt Villach, das Land Kärnten und einen Sponsor sei vorstellbar. Entscheidend sei auch die Installation eines neuen Geschäftsführers. Es müsse jetzt frisches Geld beschafft werden, damit es weitergehen könne.
Insolvenz droht bei Scheitern
Die Krisensitzung ist für Dienstag um 14 Uhr angesetzt. Wird keine Lösung gefunden, müsste der VSV Insolvenz anmelden. Selbst die Gründung eines neuen Vereins würde nichts daran ändern, dass die kommende Eishockey-Saison ohne den VSV stattfinden würde.
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