Wärmewende-Festival im Burgenland mit Experten und Familien

Mona HopfingerMona Hopfinger
Vier Personen vor Bannern mit Informationen zur Wärmewende und Forschung in Eisenstadt
© forschung.hochschule-burgenland.at

Am 9. und 10. Oktober 2026 fand in Donnerskirchen das zweite Wärmewende-Festival statt. Die Forschung Burgenland versammelte Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Bevölkerung, um über klimafreundliche Heizlösungen bis 2040 zu diskutieren.

Das Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen war Schauplatz des zweitägigen Wärmewende-Festivals. Erstmals wurde die Veranstaltung auf zwei Tage ausgedehnt: Ein Fachtag für Experten und ein Erlebnistag für Familien standen auf dem Programm.

Eröffnet wurde das Festival von Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, Marcus Keding, Geschäftsführer der Forschung Burgenland, und Projektleiterin Marion Schönfeldinger.

„Die Wärmewende darf keine Frage des Einkommens sein. Unser Ziel ist eine klimafreundliche Wärmeversorgung, die für alle Burgenländerinnen und Burgenländer leistbar bleibt. Dafür braucht es klare politische Rahmenbedingungen, gezielte Unterstützung und Lösungen, die bei den Menschen ankommen“, sagte Haider-Wallner.

Fachtag mit Experten zur Wärmestrategie

Der Fachtag widmete sich der Frage, wie Österreichs Wärmeversorgung bis 2040 klimafreundlich, krisensicher und leistbar werden kann. Christoph Dolna-Gruber von der Austrian Energy Agency sprach über Chancen der Transformation. Roger Hackstock, Präsident des Dachverbands Erneuerbare Energie Österreich, thematisierte wirtschaftliche Herausforderungen. Michael Weixelbraun, Geschäftsführer der BE Energy, stellte die Wärmestrategie Burgenland vor.

„Die Technologien für die Wärmewende sind vorhanden. Jetzt geht es darum, innovative Lösungen aus einzelnen Pilotprojekten in die breite Umsetzung zu bringen. Neben Förderungen braucht es vor allem langfristige Planungssicherheit, damit Gemeinden, Unternehmen und private Haushalte investieren können“, betonte Vogl.

Keding unterstrich die Bedeutung des Wissenstransfers: „Unser Ziel ist es, Lösungen greifbar zu machen und den Brückenschlag zwischen Forschung, Praxis und Bevölkerung zu schaffen. Gerade bei der Wärmewende geht es um konkrete Fragen: Wie können wir unser Zuhause künftig leistbar und klimafreundlich heizen? Welche Möglichkeiten gibt es vor Ort? Genau hier kann Forschung helfen, unterschiedliche Lösungen aufzuzeigen und gemeinsam mit Gemeinden und Bevölkerung Wege zu entwickeln, die auch im Alltag funktionieren.“

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Energiekrisen als Chance – Wie gelingt eine resiliente Wärmewende?“ sowie zwei Workshops zu wirtschaftlichen Umsetzungsmodellen, Infrastruktur und politischen Rahmenbedingungen boten Raum für Austausch und konkrete Lösungsansätze.

Erlebnistag für Familien mit Marktplatz und Kinderaktionen

Am Samstag war das Festival für alle Interessierten offen. Auf dem Marktplatz der Wärmewende gab es Informationen von Firmen und Organisationen aus der Region. Sie erklärten moderne Heizsysteme, Möglichkeiten zur Sanierung und Förderungen. Mit der Burgenland Energie konnte man den GreenTech BioCampus besichtigen und neue Energielösungen sehen.
Für Kinder gab es ein eigenes Programm. Es gab das Kasperltheater „Kasperl und die Klimafee“ sowie Mal- und Erlebnisstationen. So konnten Kinder die Wärmewende spielerisch kennenlernen.
Ein Höhepunkt war der Malwettbewerb „Die Heizung der Zukunft“. 480 Kindergartenkinder aus den 15 Wärmewende-Gemeinden machten mit. Ihre kreativen Zeichnungen wurden beim Festival gezeigt. Die Gewinner wurden per Los bestimmt.

Fotoausstellung zu Energiearmut

Die Fotoausstellung „Energiearmut hat viele Gesichter“ rückte die soziale Dimension der Wärmewende in den Fokus. Sie zeigte, wie Menschen leben, die von Energiearmut bedroht sind. Sie machte klar: Eine klimafreundliche Wärmeversorgung muss sich jeder leisten können.
Die Klima- und Energie-Modellregion „Wärmewende Eisenstadt & Umgebung“ besteht aus 15 Gemeinden im Nordburgenland. Die Forschung Burgenland führt das Projekt durch. Das Geld kommt vom Klima- und Energiefonds.

Quelle: https://forschung.hochschule-burgenland.at/news-presse/artikel/von-der-krise-zur-chance-2-waermewende-festival-setzt-impulse-strategien-und-loesungen-fuer-die-waermewende-2040

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