Waldbier 2026 mit Fichte und Moos präsentiert

Die Österreichischen Bundesforste und Braumeister Axel Kiesbye haben die 16. Waldbier-Edition vorgestellt. Erstmals gibt es auch eine alkoholfreie Variante namens „Astrein“.
Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben gemeinsam mit Braumeister Axel Kiesbye die Waldbier-Edition 2026 vorgestellt. Die mittlerweile 16. Auflage steht unter dem Motto „Fichte & Moos“ und eröffnet einen neuen, auf mehrere Jahre angelegten Themenzyklus rund um Baumpartnerschaften und Symbiosen im Wald.
Für den charakteristischen Geschmack der diesjährigen Edition sorgen Fichtenwipferl und Haarmützenmoos. Letzteres kommt häufig in fichtenreichen Wäldern vor und profitiert von den sauren sowie feuchten Standortbedingungen, die durch Fichtenbestände begünstigt werden. Wie Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der ÖBf, erklärt, trägt die Moosart maßgeblich zur Humusbildung bei, speichert ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser und unterstützt die Stabilisierung des Waldbodens.
Zutaten aus dem Salzburger Pinzgau
Gesammelt wurden die Waldzutaten bereits im Frühjahr auf Flächen der Bundesforste im Salzburger Pinzgau. Gemeinsam mit ÖBf-Revierleiter Franz Gruber und dessen Team erntete Braumeister Axel Kiesbye in einem Bergwald bei Bruck an der Glocknerstraße rund zwölf Kilogramm junge Fichtenwipferl sowie zwei Kilogramm Haarmützenmoos.
Durch die Verwendung von Karamellmalz präsentiert sich das Bier in einem waldhonigfarbenen bis rötlich-braunen Ton. Malzige Aromen und der fruchtige Charakter des Calypso-Hopfens bilden die Grundlage für die Waldzutaten. Während das Haarmützenmoos leicht bittere Noten beisteuert, sorgen die Fichtenwipferl für harzig-nussige Akzente. Mit zunehmender Reifung entwickeln sich laut Kiesbye zusätzliche Aromen, die an Dörrobst und Cognac erinnern.
Das naturbelassene und unfiltrierte Kreativbier wurde im Juni 2026 in der Trumer Privatbrauerei in Obertrum bei Salzburg eingebraut. Die natürliche Klärung erfolgte durch kalte Lagerung. Mit einem Alkoholgehalt von 6,5 Volumenprozent zeichnet sich die Edition zudem durch eine gute Lagerfähigkeit aus.
Premiere für alkoholfreies Waldbier
Erstmals seit der Einführung des Waldbiers vor 16 Jahren ergänzt eine alkoholfreie Variante das Sortiment. Das neue Waldbier „Astrein“ weist weniger als 0,5 Volumenprozent Alkohol auf und soll mit einem fruchtig-frischen Geschmack überzeugen. ÖBf-Vorstandssprecher Georg Schöppl betont, dass damit ein neues Kapitel aufgeschlagen werde und das besondere Waldbier-Erlebnis nun auch alkoholfrei erhältlich sei.
Zu den Hauptzutaten von „Astrein“ zählen Fichtenwipferl, Holunderblüten und Waldhonig. Die verwendeten Waldzutaten stammen aus Wildsammlungen in Bundesforste-Revieren in Oberösterreich sowie im Salzburger Pinzgau. Gebraut wurde das alkoholfreie Kreativbier im Juni in der Golser Brauerei im Burgenland, abgefüllt wurde es anschließend in der Brauerei Ried in Oberösterreich.
Geschmacklich vereinen sich fruchtige Noten von Holunder und Zitrone mit Malz, Waldhonig und Bio-Zitronensaft. Dadurch entsteht ein frischer Eindruck, der stellenweise an Limonade erinnert. Ergänzt wird das Aromenspiel durch eine leichte Marzipannote, während die Hopfenbittere für eine ausgewogene Balance der süß-sauren Geschmacksnuancen sorgt.
Die beiden neuen Waldbier-Kreationen wurden am 16. September 2026 im Restaurant Reznicek in Wien offiziell vorgestellt.
Limitierte Edition erhältlich
Die klassische Waldbier-Edition „Fichte & Moos“ erscheint in limitierter Auflage und ist sowohl in der 0,75-Liter-Gourmetflasche als auch in der 0,33-Liter-Aleflasche erhältlich. Aufgrund der speziellen Brauweise eignet sich das Bier für eine mehrjährige Lagerung und kann im Keller weiterreifen.
Das alkoholfreie Waldbier „Astrein“ wird in der 0,33-Liter-Aleflasche angeboten. Beide Produkte sind über den Online-Shop der Kiesbye Naturbrauerei sowie bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich.
Quelle: OTS
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