Waldbrände in Friaul halten Einsatzkräfte in Atem

Mona HopfingerMona Hopfinger
Waldbrand in Italien, Löschflugzeug am Weißensee in Österreich, Helikopter über Slowenien
© Mit KI (Gemini) generiert

In der italienischen Provinz Udine kämpfen Einsatzkräfte weiterhin gegen mehrere Waldbrände. Ein Feuer am Monte Amariana bei Amaro flammte nach zwischenzeitlicher Eindämmung erneut auf und breitete sich am Berghang aus.

In der österreichischen Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien sind mehrere Waldbrände weiter aktiv. Am Monte Amariana bei Amaro in der Provinz Udine hielten die Flammen die Einsatzkräfte in der Nacht auf Donnerstag in Atem. Nachdem das Feuer am Mittwoch zunächst unter Kontrolle gebracht worden war, loderte es am späten Nachmittag erneut stark auf und dehnte sich am Berghang weiter aus.

Der friaulische Zivilschutz meldete Brände an mehreren Stellen in der Provinz. Bei Illegio nahe Tolmezzo war das Feuer am Berg Palavierte ebenfalls noch nicht gelöscht. Die Brände am Monte Nero im Val Saisera bei Tarvis und am Monte Festa bei Cavazzo Carnico wurden überwacht.

Die Löscharbeiten wurden am Donnerstag mit Hubschraubern und Einsatzkräften der Forstpolizei fortgeführt. Laut regionaler Zivilschutzbehörde waren zeitweise zwei Hubschrauber im Einsatz. Am Boden bekämpften die regionale Forstpolizei sowie freiwillige Helfer des Zivilschutzes die Flammen. Am Mittwochabend war das Feuer noch nicht unter Kontrolle.

Weissensee als Wassertankstelle für italienisches Löschflugzeug

Am Donnerstag fliegt erneut ein italienisches Löschflugzeug vom Typ Canadair den Kärntner Weissensee an. Ab etwa 15 Uhr soll es dort Wasser aufnehmen. Der italienische Zivilschutz hat dafür einen Bewilligungsantrag gestellt, wie Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) mitteilte.

„Die Herausforderungen durch Katastrophen - wie Hochwasser, schwere Stürme oder Waldbrände, wie aktuell in Friaul-Julisch Venetien - nehmen aufgrund der veränderten Klimabedingungen immer mehr zu. Das macht natürlich vor Landes- und Staatsgrenzen nicht Halt. Für die gegenseitige Hilfe und Unterstützung stimmen wir uns mit unseren Nachbarn eng ab“, betonte Fellner.

Kooperation mit Slowenien wird ausgebaut

Neben der Zusammenarbeit mit Italien wird auch jene mit Slowenien weiter ausgebaut. „Slowenien hat vier neue Löschflugzeuge des Herstellers 'Air Tractor'. Wir arbeiten gerade die Details für mögliche grenzüberschreitende Einsätze aus“, so Fellner.

Quelle: APA

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