Waldbrandmodul übte für EU-Einsätze in Kärnten

Bei der Großübung „JointResponse26“ trainierten 60 Feuerwehrleute aus ganz Österreich die internationale Waldbrandbekämpfung. Das zweitägige Manöver fand Mitte August in Lavamünd statt.
Am 15. und 16. August 2026 fand in Kärnten die Großübung „JointResponse26“ statt. Dabei probte das Waldbrandmodul des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) den Ernstfall nach den Standards des EU-Katastrophenschutzmechanismus.
60 Einsatzkräfte und 25 Fahrzeuge aus allen Bundesländern nahmen an dem Training teil. Aus Oberösterreich waren acht Feuerwehrleute und drei Fahrzeuge im Einsatz. Das sogenannte GFFF-V-Modul (Ground Forest Fire Fighting using Vehicles) ist für internationale Hilfseinsätze konzipiert.
Autarker Betrieb aus Basiscamp
Die Übungsteilnehmer errichteten ein vollständig autarkes Basiscamp mit Zelten und Containern. Von dieser Basis aus arbeiteten verschiedene Züge anspruchsvolle Waldbrandszenarien ab, die von der Übungsleitung und der Feuerwehr Lavamünd vorbereitet worden waren.
Eine Drohnengruppe des Landesfeuerwehrverbandes Tirol lieferte Lagebilder für die Einsatzleitung. Während der Übung unterstützte die Einheit auch bei einer echten Personensuche in der Umgebung.
Unbekannte Szenarien für Realitätsnähe
Weder der genaue Übungsort noch das Einsatzszenario waren den Teilnehmern vorab bekannt. Diese Bedingungen sollten realistische Einsatzbedingungen schaffen. Auch Infrastruktur-Probleme und bürokratische Hürden aus früheren Auslandseinsätzen wurden in das Übungsszenario eingebaut.
Die Übung diente der Erprobung der Standard Operating Procedures. Einsatzkräfte und Führungsteam aus ganz Österreich arbeiteten nach Angaben des ÖBFV reibungslos zusammen. Das Training bestätigte die Einsatzbereitschaft des Waldbrandmoduls und ermöglichte einen Erfahrungsaustausch zwischen den Organisationen.
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