Waldviertel: Ausstellung zu jüdischem Leben in Schaufenstern

Mathias FischerMathias Fischer
Open Gallery in freier Natur mit Podesten und Schautafeln, im Hintergrund Wald und Himmel.
© Präsentation Jüdische Spuren

In Waidhofen an der Thaya zeigt eine Wanderausstellung bis Mitte September die Geschichte des Judentums im Waldviertel und der Grenzregion zu Tschechien. Die Tafeln sind in leerstehenden Geschäftslokalen im Stadtzentrum zu sehen.

Von 1. Juli bis 13. September 2026 ist in Waidhofen an der Thaya eine Wanderausstellung zum Thema „Judentum im Waldviertel und in der österreichisch-tschechischen Grenzregion“ zu sehen. Die Ausstellungstafeln wurden in leeren Schaufenstern entlang eines Rundgangs durch die Innenstadt platziert und sind für alle Interessierten frei zugänglich.

Die Schau widmet sich der jahrhundertelangen Geschichte jüdischen Lebens im Waldviertel und den angrenzenden Regionen Tschechiens. Sie beleuchtet das Alltagsleben jüdischer Familien, ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle sowie die tiefgreifenden Einschnitte des 20. Jahrhunderts. Persönliche Schicksale und regionale Entwicklungen werden ebenso sichtbar gemacht wie die historischen Verbindungen über heutige Staatsgrenzen hinweg.

Grenzüberschreitendes Projekt

Die Ausstellung entstand im Rahmen des INTERREG-Projekts ATCZ00119 CZONA, das den grenzüberschreitenden Austausch zwischen Österreich und Tschechien fördert. Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit der Stadtgemeinde Waidhofen an der Thaya mit Renate Eggenhofer, Reinhard Preißl und Jana Lochmanová aus Jemnice in Tschechien.

Bürgermeister Josef Ramharter betont: „Die Ausstellung macht ein wichtiges Kapitel unserer regionalen Geschichte sichtbar. Sie lädt dazu ein, sich mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen und das gemeinsame kulturelle Erbe über Grenzen hinweg besser zu verstehen.“

Open Gallery in Waldkirchen

Parallel dazu wurde am Bahnhofsareal Waldkirchen direkt entlang der Thayarunde eine Open Gallery aufgestellt. Dort sind Bilder von Malerinnen und Malern zu sehen, die in der Grenzregion gewirkt haben. Die Installation verbindet Kunst mit Geschichte.

Die Stadtgemeinde lädt alle Interessierten ein, die Ausstellung zu besuchen und auf den Spuren jüdischen Lebens in der Region Geschichte neu zu entdecken. Ein Plan zum Rundgang „Jüdische Spuren“ ist verfügbar.

Quelle: https://www.dobersberg.gv.at/Ausstellungen_-_Bahnhofsareal_Waldkirchen_Zentrum_von_Waidhofen_Thaya

Ausstellung Judentum im Waldviertel: Elisabeth K. und Josef P. vor Tafel in Gmünd
© Präsentation Jüdische Spuren

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