Wallnöfer-Preis für Dissertation zur Flüchtlingsintegration

Mona HopfingerMona Hopfinger
Eduard Wallnöfer Preis: Preisträgerinnen und Preisträger mit Vertretern der IV Tirol und Sparkasse in Innsbruck
© uibk.ac.at

Valentin Wett wurde mit dem Eduard-Wallnöfer-Preis in der Kategorie „Gesellschaft, Geist und Zukunft“ ausgezeichnet. Seine Dissertation am Institut für Finanzwissenschaft untersucht, wie Geflüchtete am Arbeitsmarkt integriert werden können.

Der Eduard-Wallnöfer-Preis 2026 in der Kategorie „Gesellschaft, Geist und Zukunft“ geht an Valentin Wett. Ausgezeichnet wurde seine Dissertation, die sich mit der Frage beschäftigt, welche Faktoren die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten beeinflussen. Betreut wurde die Arbeit von Andreas Steinmayr, Professor für Empirische Wirtschaftsforschung am Institut für Finanzwissenschaft.

Die Eduard-Wallnöfer-Stiftung vergibt jährlich zwei Preise: einen für „Wissenschaft und Technik“, einen für „Gesellschaft, Geist und Zukunft“. Prämiert werden Ideen, die aktuelle Herausforderungen lösen und die Entwicklung der Region nördlich und südlich des Brenners vorantreiben. Der erste Preis ging heuer an ein Team der Medizinischen Universität Innsbruck für ein Projekt zur Organerhaltung außerhalb des Körpers.

Kausale Wirkungen erstmals gemessen

Wett analysierte anhand österreichischer Verwaltungsdaten und quasi-experimenteller Methoden, wie sich Arbeitsplätze, Ausbildung und Sozialleistungen auf die Integration von Geflüchteten auswirken. Das Neue an seiner Arbeit: Sie misst erstmals kausal, welche Rahmenbedingungen und politischen Maßnahmen wirken und wie sie zusammenspielen.

Im Fokus standen die lokale Arbeitsnachfrage, Sozialleistungen und der frühe Zugang zu einer Lehre. Die Ergebnisse zeigen: Frühe und qualifizierende Beschäftigungschancen sind entscheidend für langfristigen Erfolg am Arbeitsmarkt.

Wer früh eine Lehre in Mangelberufen beginnt, verbessert seine Erwerbsverläufe nachhaltig. Ein aufnahmefähiger Arbeitsmarkt beeinflusst auch, ob Geflüchtete in der zugewiesenen Region bleiben. Die Höhe der Sozialleistungen spielt dagegen nur eine geringe Rolle für Beschäftigung und Verbleib. Für Tirol, wo Arbeitskräftemangel ein zentrales Thema ist, liefert die Dissertation konkrete Hinweise für Integrations-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktpolitik.

Stiftung seit 1978

Die Eduard-Wallnöfer-Stiftung wurde 1978 von der Tiroler Industrie zum 65. Geburtstag des ehemaligen Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer gegründet. Das Stiftungskapital stammt von der Industriellenvereinigung Tirol und wurde 2003 durch die Stiftung Südtiroler Sparkasse erweitert. Die Preisgelder stellen die Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Unternehmerverband Südtirol gemeinsam zur Verfügung.

Quelle: https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2026/wallnofer-preis-2026-fur-valentin-wett

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