Warehouse Designer: In fünf Schritten zum passenden WMS

Das Logistikunternehmen KNAPP hat mit dem Warehouse Designer ein Tool entwickelt, das Unternehmen bei der Lageroptimierung unterstützt. Das System hilft dabei, Kundenanforderungen strukturiert zu erfassen und in eine passende WMS-Konfiguration umzusetzen.
Zahlreiche Unternehmen verwalten ihre Lagerbestände nach wie vor mithilfe von Excel-Tabellen oder verlassen sich auf das Erfahrungswissen einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Solange das Auftragsvolumen überschaubar bleibt, ist dieser Ansatz oft ausreichend. Steigende Komplexität oder neue Anforderungen führen jedoch häufig dazu, dass solche Strukturen an ihre Grenzen stoßen.
Genau hier setzt KiSoft@Cloud, das cloudbasierte Warehouse Management System von KNAPP, an. Die Lösung unterstützt bestehende Prozesse, sorgt für mehr Transparenz und trägt dazu bei, Abläufe dort zu optimieren, wo digitale Strukturen Effizienz und Skalierbarkeit ermöglichen. Eine wichtige Rolle übernimmt dabei der Warehouse Designer, ein von KNAPP entwickelter Lagerkonfigurator.
Vom Prozess zur passenden Konfiguration
Der Warehouse Designer ist integraler Bestandteil des Beratungsansatzes von KNAPP. Mit seiner Hilfe werden Kundenanforderungen systematisch erfasst, mit standardisierten Produktfunktionen abgeglichen und daraus eine passende WMS-Konfiguration erstellt. Von der ersten Analyse der Lagerprozesse über die Spezifikation bis hin zur konkreten Konfiguration entsteht ein durchgängiger Prozess zur Entwicklung einer geeigneten Lösung.
Nach Angaben von KNAPP liegt der Vorteil in einem strukturierten End-to-End-Ansatz. Anforderungen können rasch und umfassend erfasst werden, wodurch sich die passende Lösung mit geringem Risiko identifizieren lässt. Gleichzeitig können Projektzeiten und Kosten reduziert werden. Entscheidend sei dabei nicht nur der Funktionsumfang eines WMS, sondern auch dessen Fähigkeit, individuelle Abläufe und Anforderungen eines Unternehmens abzubilden.
Fünf Schritte zum passenden WMS
Der Weg zu einem maßgeschneiderten Warehouse Management System umfasst fünf zentrale Schritte:
1. Lagerlayout analysieren:
Im Warehouse Designer werden Lagerbereiche und Warenbewegungen vom Wareneingang bis zum Versand visualisiert. Dadurch entsteht ein gemeinsames Verständnis darüber, wie Warenströme im Lager verlaufen und welche Prozesse dabei eine Rolle spielen.
2. Kundenprozesse mit dem Standardprodukt verbinden:
Die Anforderungen und Abläufe des Kunden werden in Form strukturierter Use Cases beschrieben. Anschließend werden den einzelnen Prozessschritten passende User Stories aus einem standardisierten Katalog zugeordnet. Der Warehouse Designer stellt dafür entsprechende Use-Case-Vorlagen bereit.
3. Relevante Konfigurationsdaten erfassen:
Alle für die Konfiguration erforderlichen Informationen, etwa Lagerplatztypen, Ladehilfsmittel, Artikelgruppen sowie Nachschub- und Kommissionierstrategien, werden gesammelt. Auf Grundlage der definierten Use Cases zeigt der Warehouse Designer auf, welche Daten benötigt werden, und unterstützt die strukturierte Erfassung.
4. Konfiguration umsetzen:
Die erarbeitete Spezifikation und das Prozessdesign werden direkt in eine konkrete KiSoft@Cloud-Konfiguration überführt. Die definierte Lösung entsteht damit Schritt für Schritt auf Basis der Anforderungen, wodurch Abstimmungsaufwand und Fehlinterpretationen reduziert werden.
5. Umsetzung anhand von Testfällen prüfen:
Zum Abschluss werden aus den festgelegten Prozessen Testfälle und Akzeptanzkriterien abgeleitet. Dadurch lässt sich überprüfen, ob Waren im künftigen WMS entsprechend den Geschäftsanforderungen verarbeitet werden.
Mehr Transparenz im Projektverlauf
Laut KNAPP arbeiten viele WMS-Anbieter mit umfangreichen Funktionslisten. Oft bleibe dabei jedoch unklar, wie diese Funktionen in der Praxis umgesetzt werden und ob sie die jeweiligen Anforderungen tatsächlich erfüllen. Durch den Einsatz von Use Cases und User Stories im Warehouse Designer werde hingegen früh ersichtlich, welche Anforderungen bereits mit dem Produktstandard abgedeckt werden können. Das schaffe Sicherheit bei der Auswahl der geeigneten Lösung und reduziere das Risiko unangenehmer Überraschungen im weiteren Projektverlauf.
Anstatt erst nach mehreren Monaten ein konkretes Bild der Lösung zu erhalten, könne bereits in einer frühen Projektphase eine passgenaue WMS-Konfiguration entwickelt werden. Zudem lassen sich unterschiedliche Szenarien einfach simulieren und bewerten. Das beschleunigt die Entscheidungsfindung, minimiert Risiken und schafft die Grundlage für eine strukturierte und effiziente Implementierung.
Dank des konsequenten No-Code-Ansatzes von KiSoft@Cloud entsteht nach Unternehmensangaben rasch eine Lösung, die sich an den tatsächlichen Abläufen und Anforderungen orientiert. Der Warehouse Designer verbindet Beratung, Prozessanalyse und Konfiguration zu einem ganzheitlichen Konzept. Kundenprozesse werden systematisch erfasst, mit standardisierten Produktfunktionen verknüpft und in eine konkrete KiSoft@Cloud-Konfiguration überführt.
Wie KNAPP abschließend betont, entsteht innerhalb weniger Stunden eine fundierte Basis für ein Warehouse Management System, das sich an den individuellen Anforderungen des Kunden orientiert und effizient umgesetzt werden kann.
Quelle: https://www.knapp.com/wissen/blog/wms-konfiguration-in-5-schritten
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