Wasserkraftwerk Sulzau im Pinzgau offiziell eröffnet

Mona HopfingerMona Hopfinger
Banddurchschnitt in Österreich: Zehn Personen schneiden rotes Band durch, darunter Michael Schickhofer und Martin Eisl
© Salzburg AG

In Neukirchen am Großvenediger ist ein neues Wasserkraftwerk in Betrieb gegangen. Die Anlage produziert künftig Strom für rund 5.000 Haushalte. Salzburg AG und Lichtgenossenschaft Neukirchen investierten gemeinsam 23,5 Millionen Euro.

Die Salzburg AG hat gemeinsam mit der Lichtgenossenschaft Neukirchen das Wasserkraftwerk Sulzau offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage in Neukirchen am Großvenediger wird jährlich etwa 18,1 Gigawattstunden elektrische Energie erzeugen. Dies deckt den Jahresbedarf von ungefähr 5.000 Haushalten. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 23,5 Millionen Euro.

Michael Baminger, CEO der Salzburg AG, betonte die Bedeutung des Projekts für die Energiewende: „Die Energietransformation ist die große Aufgabe unserer und auch der nächsten Generationen. Jedes Kraftwerk ist ein wichtiges Element in Richtung unserer Ambition Dekarbonisierung und zeigt, wie ernst wir unsere Verantwortung Salzburg gegenüber nehmen.“

Wasserkraft als Basis der Energiestrategie

Herwig Struber, technischer Vorstand der Salzburg AG, hob die zentrale Rolle der Wasserkraft hervor: „Die Wasserkraft ist und bleibt die Säule der erneuerbaren Energieerzeugung. Wichtig ist, einen ausgewogenen Mix zu haben. Daher treiben wir nicht nur den Ausbau der Wasserkraft voran, sondern forcieren auch Projekte im Bereich der Photovoltaik und der Windkraft.“ Das Unternehmen plant in den nächsten Jahren Investitionen von rund 1,3 Milliarden Euro in erneuerbare Energie, Netze, Telekommunikation, Trinkwasser und Mobilität.

Regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit

Struber verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung für die Region: Das Kraftwerk verbinde Stromerzeugung, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit miteinander. Christian Brugger, Obmann der Lichtgenossenschaft Neukirchen, zeigte sich zufrieden mit der Partnerschaft: Die Zusammenarbeit habe ermöglicht, die Stärken beider Partner zu bündeln und ein modernes Kraftwerk zu realisieren.

Andreas Schweinberger, Bürgermeister von Neukirchen am Großvenediger, bezeichnete das Kraftwerk als bedeutendes Infrastrukturprojekt, das langfristigen Nutzen für kommende Generationen im Pinzgau schaffe.

Kombination verschiedener Turbinentechnologien

Das Kraftwerk nutzt das Wasser des Obersulzbachs und setzt auf eine Kombination mehrerer Turbinentechnologien. Eine Francis-Turbine kommt bei höheren Wassermengen zum Einsatz, während eine Pelton-Turbine flexibel auf unterschiedliche Wasserführungen reagiert. Zusätzlich verfügt die Anlage über ein Restwasserkraftwerk im Bereich der Wasserfassung. Diese technische Auslegung ermöglicht eine effiziente Nutzung der verfügbaren Wasserkraft über das gesamte Jahr.

Die Anlage verfügt über eine Gesamtleistung von 6 Megawatt. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Lichtgenossenschaft Neukirchen als regionalem Partner umgesetzt.

Quelle: https://presse.salzburg-ag.at/news-wasserkraftwerk-sulzau-weiterer-baustein-zu-mehr-souveraenitaet?id=248365&menueid=17306&l=deutsch

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