Wasserretter säubern Zeller See nach Sommersaison

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach dem Ende der Sommersaison haben rund 20 Einsatzkräfte der Wasserrettung gemeinsam mit anderen Vereinen und dem Wirtschaftshof den Zeller See gereinigt.

Jedes Jahr im Herbst organisiert der Wirtschaftshof der Stadtgemeinde Zell am See eine groß angelegte Reinigungsaktion. Tauchclubs, Windsurf-, Kite- und Segelvereine, Fischer, Wasserretter sowie Mitarbeiter des Wirtschaftshofs treffen sich, um Ufer und Uferbereiche nach der Sommersaison zu säubern.

Die Aktion erstreckt sich rund um den gesamten See, an Badeplätzen und entlang der Zeller Seepromenade. „Die Stadt Zell am See, eigentlich aber die ganze Region, lebt direkt oder indirekt vom Tourismus. Vor allem aber ist es unsere Heimat, unser Lebensraum, den es gilt, sauber zu halten“, betonen die Wasserretter. Der See habe Trinkwasserqualität, die es zu erhalten gelte.

Von Handys bis zu Parkbänken

Im Laufe des Jahres landet vieles im Gewässer: von achtlos weggeworfenem Müll über vom Wind verwehte Sonnenliegen bis hin zu gesunkenen Booten. Die Wasserrettungstaucher sammeln bereits bei ihren Übungs- und Trainingstauchgängen das ganze Jahr über Abfall ein. Manchmal werden sie gezielt gerufen, wenn Telefone, Schlüssel oder Geldtaschen ins Wasser gefallen sind.

Michael Kling, stellvertretender Obmann der Zeller Wasserrettung, erklärt: „Wir versuchen vor allem Handys so schnell wie möglich zu bergen. Nicht nur weil darauf meist die schönen Urlaubserinnerungen aus der Region sind, sondern, weil die Akkus absolut nicht in den See gehören!“ Die Suche nach solchen Gegenständen sei zugleich eine gute Übung, da dieselben Suchmuster wie bei Personensuchen angewendet werden müssten.

Weniger Großmüll in den letzten Jahren

Knapp 20 Einsatzkräfte waren mit Kartoffelsäcken unterwegs, um Flaschen, Dosen und sonstigen Abfall aus dem Wasser zu holen. Auch ganze Mistkübel, die eigentlich entlang des Sees zur Müllentsorgung aufgestellt waren, wurden von den Tauchern gehoben und an die Bootsmannschaften übergeben.

Laut Kling zeige der subjektive Eindruck, dass abgesehen von „besoffenen Gschichten“ wie Parkbänken oder Mistkübeln oder Sturmschäden wie den Liegen weniger im See entsorgt werde. Großmüll finde man in den letzten Jahren immer seltener, auch wenn jeder Abfall in einem See mit Trinkwasserqualität nichts verloren habe.

Quelle: http://www.zellamsee.salzburg.at/Seereinigung_2026

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