Wassersport am Neusiedler See trotz Trockenheit möglich

Obwohl der Wasserstand am Neusiedler See durch die anhaltende Trockenheit deutlich gesunken ist, können Wassersportler und Schiffe den See weiterhin nutzen. Lediglich bei der Beladung von Booten ist Vorsicht geboten.
Die Trockenheit hat den Wasserstand am Neusiedler See zwar stark sinken lassen, dennoch sind Wassersport und Schifffahrt nahezu ohne Einschränkungen möglich. Christian Sailer, Leiter des Hauptreferats Wasserwirtschaft im Amt der burgenländischen Landesregierung, empfiehlt allerdings, Boote nicht zu schwer zu beladen, um den Tiefgang gering zu halten. Für die Fische stellen weder die Wassertemperatur noch der Sauerstoffgehalt derzeit ein Problem dar.
Durch die jüngsten Niederschläge in der Region ist der Wasserstand zumindest nicht weiter rapide gesunken. Aktuell liegt er bei 115,17 Meter über Adria. Das sind etwa 30 Zentimeter weniger als das langjährige Mittel und 15 Zentimeter weniger als im Vorjahr. Den niedrigsten Wert seit 1965 erreichte der See im Jahr 2022 mit nur 115,02 Meter über Adria.
Wasserstandskommission gibt Entwarnung
Nach der Sitzung der Wasserstandskommission am Dienstag gab Sailer Entwarnung: Es gebe derzeit keine Schwierigkeiten und kein Fischsterben. In der Kommission tauschen sich Vertreter der Fischerei, der Wasserwirtschaft, des Tourismus, der Gesundheit und der Landessicherheitszentrale alle 14 Tage über die aktuelle Lage aus. Auch die Fährschifffahrt funktioniere noch. Nur bei starkem Wind könne der niedrige Wasserstand zu Problemen führen. In bestimmten Bereichen des Sees sei etwa das Wingfoilen nicht mehr möglich.
Die Wasserqualität des Neusiedler Sees sei in Ordnung, hieß es aus der Kommission. Die Situation bei Flüssen und Bächen habe sich im gesamten Burgenland durch die Niederschläge etwas erholt.
Quelle: APA
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