WECH Geflügel investiert in Ausbau in St. Andrä

Der Geflügelverarbeiter WECH erweitert seinen Standort in St. Andrä mit einer neuen Produktionshalle. Die Verarbeitungskapazität soll in den nächsten Jahren um rund 40 Prozent steigen. Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber (ÖVP) sieht darin ein Bekenntnis zur regionalen Landwirtschaft.
Mit einem Spatenstich hat der Ausbau des WECH-Standorts in St. Andrä begonnen. Das Unternehmen plant eine zweigeschossige Produktionshalle mit über 3.500 Quadratmetern Grundfläche. Bis November 2027 sollen die neuen Anlagen in Betrieb gehen.
Agrarreferent Martin Gruber (ÖVP) war beim Spatenstich vor Ort und betonte die Bedeutung für die heimische Geflügelwirtschaft. „Ein Ausbau der heimischen Produktion und Verarbeitung von Geflügel bedeutet auch weniger billige Importware aus dem Ausland, wo in keiner Weise jene Tierwohlstandards und hohe Auflagen gelten, die unsere Bauern einhalten“, so der Landeshauptmannstellvertreter.
Kapazität wird nahezu verdoppelt
Im Erdgeschoss entstehen neue Produktionsbereiche, Kühl- und Tiefkühlräume. Zwei vollautomatische Anlagen für Zerlegung und Filetierung sollen die Verarbeitung deutlich beschleunigen. Die Zerlegeleistung kann dadurch nahezu verdoppelt werden, ebenso die Kapazität bei der Filetverarbeitung. Robotertechnik übernimmt Verteilung, Gewichtskontrolle und Verpackung.
Das Obergeschoss bietet Platz für Sozial- und Hygienebereiche, Büros sowie Lager- und Technikflächen. Insgesamt will das Unternehmen die Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten in zwei bis drei Jahren um rund 40 Prozent ausbauen.
Regionale Wertschöpfung im Fokus
Geschäftsführer Thomas Haslauer hebt die regionale Verankerung hervor: „Wir sind sehr stolz darauf, als tief in der Region verwurzeltes Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsraumes Lavanttals zu leisten“, sagt er. Die Investition sichere Arbeitsplätze und stärke den Standort. Aufträge sollen möglichst an heimische Unternehmen vergeben werden.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: Die bestehende Photovoltaikanlage wird erweitert, die Wärmerückgewinnung ausgebaut. Ein zusätzlicher Hochbehälter soll die Wasserversorgung langfristig sichern.
Perspektiven für Geflügelbauern
Die Geflügelwirtschaft zählt mit einem Produktionswert von mehr als 50 Millionen Euro zu den wichtigen Säulen der Kärntner Landwirtschaft. Nach Milch und Rind belegt sie Platz drei. Gruber sieht weiteres Potenzial, da Ernährungstrends die Nachfrage nach Geflügel hochhalten.
Geschäftsführer Paul Pötz unterstreicht die Bedeutung für die bäuerlichen Partnerbetriebe: „Mit diesem Zubau investieren wir nicht nur in modernste Produktionstechnologie, sondern vor allem in die Zukunft unseres Unternehmens und unserer bäuerlichen Partnerbetriebe“, erklärt er. Zusätzliche Kapazitäten sicherten bestehende Kooperationen und eröffneten Raum für neue Partnerschaften.
Gruber gratulierte dem Unternehmen zum Erweiterungsschritt und bezeichnete das Projekt als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort, zu den Mitarbeitern und zur Kärntner Landwirtschaft.
Quelle: https://ktnvp.at/2026/11/05/wech-gefluegel-baut-standort-in-st-andrae-aus
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