Weihbischof Turnovsky besuchte Berufsschulen in Stockerau

Stephan Turnovsky kam am 22. Oktober 2026 zu einer Schulvisitation an die beiden Berufsschulstandorte für Elektrotechnik und Kraftfahrzeugtechnik. Im Zentrum standen Gespräche mit Jugendlichen, Wertevermittlung und religiöse Bildung im Schulalltag.
An der Landesberufsschule für Elektrotechnik empfingen Bürgermeisterin Andrea Völkl, Fachinspektor Peter Weinstich, Stadtpfarrer Christoph Sperrer, die Schulleitungen Belinda Kalab und Helmut Blamauer sowie Religionslehrkräfte und Schülervertretungen den Weihbischof. Religionslehrer Martin Aigner, der an beiden Standorten unterrichtet, begleitete die Visitation.
Nach Vorführungen im Elektrolabor diskutierte Turnovsky im Festsaal mit Schülervertretungen beider Standorte. Die Jugendlichen stellten Fragen, auf die der Weihbischof ausführlich einging. Der Dialog zeigte die Bedeutung, jungen Menschen zuzuhören.
Tradition des Nagelbaums
Beim traditionellen Einnageln am sogenannten Nagelbaum verewigen sich seit Jahren die Abschlussklassen der Elektrotechnik. Turnovsky befestigte eine persönliche Karte mit einem Nagel und wurde so Teil dieser Tradition.
Besuch am KFZ-Standort
Am Standort Kraftfahrzeugtechnik begrüßte Schulleiterin Belinda Kalab den Gast. Sie betonte, dass Berufsschule mehr sei als Fachvermittlung: „Junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu begleiten, gezielt zu fördern und in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen“, sei wesentlicher Bestandteil des Bildungsauftrags. Gerade in Zeiten von Leistungsdruck und technischem Fortschritt brauche es Räume für Orientierung und Werte. Dem Religionsunterricht komme dabei eine wichtige Rolle zu.
Die Religionslehrkräfte Simona Bednar und Andreas Kreuter stellten in der Aula den Religionsunterricht und dessen Bedeutung für die Jugendlichen vor. Martin Aigner unterstrich, dass Schule nicht nur Ausbildung, sondern immer auch Menschenbildung bedeute.
Standortleiter Thomas Natschläger führte durch die Werkstätten und vermittelte Einblicke in die praktische Ausbildung. Dabei wurde anschaulich, wie theoretisches Wissen und handwerkliches Können in der dualen Ausbildung ineinandergreifen.
Kreuz aus Stahl als Geschenk
Andreas Bahnholzer hatte gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ein kunstvoll gestaltetes Kreuz aus Stahl angefertigt, dessen Korpus durch ein geschwungenes Blech dargestellt wird. Das handgefertigte Werkstück wurde dem Weihbischof als Zeichen der Wertschätzung überreicht.
Beim gemeinsamen Mittagessen im Schülerwohnhaus des KFZ-Standortes gab es Gelegenheit für weitere persönliche Gespräche. Neben den Schulleitungen nahmen der Stadtpfarrer sowie die Schülervertretungen teil. Regina Tausch und ihr Team sorgten für Vorbereitung und Bewirtung.
Mit einem Gebet und der Verabschiedung fand die Visitation ihren Abschluss. Die Gespräche und Einblicke an beiden Standorten verdeutlichten die Bedeutung, Jugendliche sowohl fachlich als auch in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.
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