Weitersfeld: Nachbarschaftshilfe vermittelt Fahrdienste

Mathias FischerMathias Fischer
Nachbarschafts-Kultur-Vorstellung mit sieben Personen in einem Raum mit Projektor
© Sabrina Tree

In Weitersfeld und St. Bernhard-Frauenhofen läuft das Projekt „NachbarschaftsKultur“ an. Ehrenamtliche bieten Fahrdienste und Besuche für hilfsbedürftige Menschen an – für die Betroffenen kostenlos.

Das Projekt „NachbarschaftsKultur“ nimmt in den niederösterreichischen Gemeinden Weitersfeld und St. Bernhard-Frauenhofen konkrete Formen an. Nachdem die Initiative vor einigen Monaten der Bevölkerung präsentiert wurde, zeigen sich nun erste Erfolge. Das Ziel: Hilfsbedürftige Personen im Alltag unterstützen – etwa durch Fahrten zu Ärzten, Behörden oder Einkaufsmöglichkeiten. Auch persönliche Besuche, Spaziergänge oder Gespräche werden vermittelt.

In beiden Gemeinden wurden zunächst Erhebungen durchgeführt, um den konkreten Bedarf zu ermitteln und freiwillige Helferinnen und Helfer zu finden. Das Interesse war groß: Besonders viele Menschen erklärten sich bereit, Fahrdienste für Personen zu übernehmen, die selbst kein Auto mehr lenken können.

Finanzierung über Fördermittel

Die Koordination erfolgt über geringfügig angestellte Personen in den Gemeinden sowie eine eigene Handy-App. Die Kosten dafür sowie das Kilometergeld für die ehrenamtlichen Fahrten werden aus Fördermitteln der Gemeinden, der LEADER-Region Waldviertel-Wohlviertel, des Landes Niederösterreich, des Bundes und der Europäischen Union finanziert. Für die Nutzerinnen und Nutzer ist das Angebot kostenlos.

Der Weitersfelder Bürgermeister bezeichnete die NachbarschaftsKultur bei einem Treffen mit Interessierten vor wenigen Tagen als „echtes Herzensanliegen“. Dabei stellte er auch Lisa Karrer aus Röhrawiesen vor, die das Projekt betreut. Sie und ihre Kolleginnen sind von Montag bis Freitag zwischen 8 und 11 Uhr unter der Nummer 0664/91 60 420 erreichbar. Sowohl hilfsbedürftige Menschen als auch Freiwillige können sich dort melden. Das Team übernimmt die Organisation und vermittelt passende Unterstützung.

Lions-Club fördert mit 10.000 Euro

Auch die Finanzierung steht auf stabilen Beinen. Der LIONS-Club Horn unterstützt die Initiative als „Leuchtturmprojekt“. Im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerbs erhielten die Gemeinden eine Förderung von 10.000 Euro zur Erweiterung der ehrenamtlichen Angebote.

Aus der ursprünglichen Idee entwickelt sich zunehmend ein funktionierendes Netzwerk. Das Ziel: Menschen in der Region unterstützen, wenn sie Hilfe brauchen, und gleichzeitig jene zusammenbringen, die bereit sind, etwas für andere zu tun.

Quelle: https://www.weitersfeld.gv.at/Nachbarschafts-Kultur_Hilfe_die_ankommt_

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