Wels gewinnt internationale Auszeichnung für Adventmarkt

Die oberösterreichische Stadt Wels wurde von einer internationalen Jury in der Kategorie der Städte zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern ausgezeichnet. Mittlerweile besuchen 44 Prozent aller Dezember-Gäste in Österreich einen Advent- oder Weihnachtsmarkt, so der ORF.
Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, erklärte am Mittwoch in Wien, dass der Advent mittlerweile ein eigenständiges Reisemotiv geworden sei und „kein Beiwagerl zum Winter“ mehr darstelle. Besonders nachgefragt würden nicht nur die Märkte an sich, sondern das gesamte Erlebnis aus Atmosphäre, Tradition, Architektur und regionaler Kultur.
Deutliches Wachstum bei Übernachtungen
In den vergangenen zehn Jahren sind die Nächtigungszahlen in Oberösterreich während der Monate November und Dezember um etwa 30 Prozent angestiegen. Wie Oberösterreich Tourismus mitteilt, wurde im Vorjahr in diesem Zeitraum die Marke von einer Million Nächtigungen überschritten.
Geschäftsführer Andreas Winkelhofer hob hervor, dass anspruchsvolle Adventangebote in Städten wie Linz, Wels und Steyr sowie in Regionen wie dem Wolfgangsee oder Kopfing wesentlich zur starken Auslastung in der Vorweihnachtszeit beitragen.
Eine Befragung des Tourismus-Monitor Austria (T-MONA) zeigt, dass zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Adventzeit aus Deutschland, Großbritannien, Italien und den USA stammen. Auf die Frage nach den Beweggründen für ihre Reise nannten die Teilnehmenden vor allem Sehenswürdigkeiten, das besondere Flair, das Ortsbild sowie die gepflegte Tradition.
Nach Angaben der Österreich Werbung sind Gäste der Adventmärkte im Schnitt rund 50 Jahre alt, reisen überwiegend zu zweit und übernachten größtenteils in Hotels. Pro Person und Tag geben sie durchschnittlich über 265 Euro aus.
Knapp 500.000 Euro für Ausbau der Weihnachtswelt
Die Welser Weihnachtswelt wird 2026 weiter erweitert. Nach Angaben der Organisatoren werden dafür rund 500.000 Euro in Infrastruktur und neue Angebote investiert. Zu den geplanten Neuerungen zählen unter anderem eine neue Eisfläche am Stadtplatz, weitere Kunsthandwerkshütten sowie eine neue Bühne für das Christkind.
Im Zentrum steht weiterhin die Weihnachtswelt in der Innenstadt mit ihren verschiedenen Standorten: der Bergweihnacht am Stadtplatz, dem Winterzauber im Pollheimerpark und dem Lichterpfad quer durch die Innenstadt.
Der Welser Lichterpfad wird den Veranstaltern zufolge auf eine Länge von 2,2 Kilometern anwachsen und künftig 31 Lichtinstallationen sowie über 850.000 LED-Lichtpunkte umfassen. Mehr als 350 Geschäfte und Gastronomiebetriebe sollen sich an diesem weihnachtlichen Erlebnisraum beteiligen.
Stadt erwartet deutlich mehr Gäste
Laut Angaben der Stadt wurden in den vergangenen Jahren während der Weihnachtszeit in den Welser Fußgängerzonen rund 800.000 Frequenzen beziehungsweise knapp eine Million Besucherinnen und Besucher registriert. In der Tourismusregion Wels werden in den Monaten November und Dezember rund 40.000 Nächtigungen verzeichnet.
Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) nannte es eine Entwicklung „vom kleinen Weihnachtsmarkt zur ganzen Weihnachtswelt“. Aufgrund der internationalen Auszeichnung rechnet die Stadt nun mit einem Besucherplus von zehn bis 20 Prozent.
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