Welschriesling nimmt 40 Prozent der Rebflächen ein

Pia ProdingerPia Prodinger
Kracher Welschriesling Trockenbeeren Auslese 2021 in der Hand, Österreich
© kracher.at

Das Weingut Kracher setzt auf Welschriesling als wichtigste Rebsorte. Die spätreifende Sorte zeigt sich vielseitig – von trockenem Weißwein bis zur Trockenbeerenauslese.

Im burgenländischen Weingut Kracher nimmt der Welschriesling rund 40 Prozent der Rebflächen ein. Die Sorte wird sowohl für trockene Weißweine als auch für Cuvées und Trockenbeerenauslesen verwendet.

Spätreifende Sorte für den Seewinkel

Als spätreifende Rebsorte kommt der Welschriesling mit den klimatischen Bedingungen im Seewinkel zurecht. Die Sorte verträgt Hitze und Trockenheit ebenso wie hohe Luftfeuchtigkeit, die für die Entwicklung von Botrytis notwendig ist.

Der älteste Welschriesling-Weingarten des Weinguts wurde 1959 von Alois Kracher sen. angelegt. Die alten Reben liefern kleine Beeren mit geringerem Ertrag, aber höherer Qualität. Aus diesem Bestand werden Reben für Neuanlagen selektiert.

Trockenbeerenauslese mit 100 Punkten

International bekannt wurde der Welschriesling durch die Trockenbeerenauslesen des Weinguts. Die TBA No. 7 Welschriesling 2012 erhielt vom Wine Advocate 100 Punkte. Die Sorte wird auch in der Beerenauslese und der Grande Cuvée Trockenbeerenauslese eingesetzt.

In trockener Ausführung zeigt der Welschriesling Marillenfrucht, Cremigkeit, frische Säure und einen harmonischen Abgang.

Einsatz in mehreren Cuvées

Im Weingut wird die Rebsorte in verschiedenen Cuvées verwendet. In der K Cuvée aus Chardonnay, Scheurebe und Welschriesling, die bis zu vier Jahre im Barrique reift, sorgt er für Leichtigkeit im Finish. In der Spätlese-Cuvée (50 Prozent Chardonnay, 40 Prozent Pinot Blanc, 10 Prozent Welschriesling) bringt er Steinobstnoten und Frische ein.

Auch in der Auslese-Cuvée, der Beerenauslese-Cuvée, der NV Noble TBA und der Grande Cuvée TBA wird Welschriesling mit Chardonnay kombiniert. Dabei treffen Kraft und Zitrusfrucht des Chardonnay auf Frische, Struktur und Säure des Welschrieslings.

Quelle: https://www.kracher.at/news/aktuelles/newsdetail/welschriesling-ein-alleskoenner-mit-weltklasse?email=gocomi%40hotmail.com

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