Weltraum-Hub in Schwechat wird bis 2031 verlängert

Das „ESA Phi-Lab Austria“ am Flughafen Wien erhält eine Verlängerung bis 2031. Für die zweite Förderperiode stehen 9,6 Millionen Euro zur Verfügung, so der ORF.
Das „ESA Phi-Lab Austria“ in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) wird weitergeführt. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA, das Land Niederösterreich und der Bund hatten das erste nationale ESA-Weltraum-Hub Österreichs im Jahr 2024 gegründet. Vorbild war das 2018 in Italien eröffnete „ESA Phi-Lab“.
In den ersten vier Jahren erhielt das Projekt 11,2 Millionen Euro. Für die Förderperiode 2028 bis 2031 sind nun 9,6 Millionen Euro vorgesehen. Davon kommen 4,4 Millionen Euro vom Land Niederösterreich, 5,2 Millionen Euro fließen über die ESA und damit indirekt vom Infrastrukturministerium.
Über 150 Einreichungen und 13 Projekte
Das Lab konzentriert sich auf sogenannte Upstream-Technologien – darunter Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge. Seit der Gründung gab es vier Ausschreibungsrunden mit mehr als 150 Einreichungen aus Europa. 13 Projekte wurden aufgenommen, drei davon bereits erfolgreich abgeschlossen.
Am Standort haben sich bisher zehn Weltraum-Unternehmen angesiedelt, die 75 neue Arbeitsplätze geschaffen haben.
Zehn nationale Labs in Europa
Europaweit wurden bisher zehn nationale „ESA Phi-Labs“ eingerichtet. ESA-Direktor Josef Aschbacher, gebürtig aus Tirol, bezeichnet diese als „lebende Organismen“. Weitere Labs könnten in Abstimmung mit den Zielländern und bei gesicherter Finanzierung entstehen.
Günther Ofner, Vorstand des Flughafens Wien, betonte die Bedeutung des Standorts: „Wir sehen in der Weltraumtechnologie ein zukünftiges Wachstumsfeld.“ Nach Fertigstellung des Bauprojekts „Office Park 4 Next“ werde auch der „Office Park 2“ zur Gänze für Weltraum-Unternehmen nutzbar sein.
Konferenz mit 600 Teilnehmern
Bis Donnerstag läuft die erstmals veranstaltete Konferenz „Austrian Space Days“ mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Standort des Labs und der heuer zusätzlich gegründeten „Space Factory“. Thema ist die Industrialisierung und Stärkung des österreichischen Weltraumsektors in Europa.
Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erklärte, das Lab sei gegründet worden, um Ideen marktfähig zu machen. Die „Space Factory“ solle verstärkt die Entwicklung und das Testen von Prototypen ermöglichen. Künftig plane man eine „Space Region Lower Austria“ als Dachmarke, um Standorte wie Seibersdorf (Bezirk Baden), Wiener Neustadt und Schwechat besser zu vernetzen.
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