Wespen: So verhalten Sie sich bei Stichen richtig

Pia ProdingerPia Prodinger
Wespe mit schwarzen und gelben Streifen sitzt auf einer Glasscheibe mit grünem Hintergrund
© Susi Lessing / Pexels (Symbolbild)

Wespen sind im Sommer ein natürliches Phänomen. Die Insekten stechen vor allem dann, wenn sie sich durch hektische Bewegungen bedroht fühlen. Ruhiges Verhalten und einige Vorsichtsmaßnahmen helfen, Stiche zu vermeiden.

Die sogenannte „Wespenplage“ ist ein ganz natürliches Phänomen, das es immer gab und auch künftig geben wird. Die Insekten greifen besonders dann an, wenn sie sich durch hektische Bewegungen bedroht fühlen. Wildes Fuchteln sollte daher vermieden werden, auch wenn die Tiere lästig sind. Am besten bleibt man ruhig.

Die Stiche verursachen zwar Schmerzen, sind aber normalerweise nicht gefährlich. Bei Stichen im Rachenraum oder bei Menschen mit Wespengift-Allergie ist allerdings größte Vorsicht geboten. In diesen Fällen muss unverzüglich medizinische Hilfe geholt werden. Ob eine Insektengiftallergie vorliegt, kann durch einen Allergietest abgeklärt werden.

Vorsichtsmaßnahmen im Freien

Um Stiche zu vermeiden, sollten Getränke im Freien abgedeckt oder nur mit Strohhalm getrunken werden – nicht direkt aus der Flasche. Speisen sollten nicht offen stehen gelassen werden, Speisereste sind sofort abzuräumen oder zuzudecken. Bei Kleinkindern sollten nach dem Essen Mund und Hände abgewischt werden.

Süßlich riechende Parfums und Haarsprays sollten vermieden werden. Spezielle Duftkerzen und Räucherstäbchen vertreiben die Tiere. Fallobst im Garten sollte regelmäßig beseitigt werden. Kinder sollten auf die mögliche Gefahr hingewiesen werden und nicht barfuß durch die Wiese gehen.

Wichtig ist es, Grenzen zu respektieren: Nicht näher als fünf Meter an das Nest herangehen und die Flugbahn der Tiere nicht unterbrechen. Nester sollten in Ruhe gelassen werden, da die Tiere aggressiv werden, wenn sie die Brut bedroht sehen. Insektengitter an Fenstern bieten zusätzlichen Schutz.

Erste Hilfe bei Stichen

Der betroffene Körperteil sollte mit kalten Umschlägen oder Eiswürfeln gekühlt werden. Gegen Juckreiz helfen Salben und Gels aus der Apotheke.

Bei Stichen in den Mund oder Rachenraum besteht die Gefahr, dass durch die Schwellung die Atemwege verlegt werden. So schnell wie möglich sollten Eis oder Eiswürfel gelutscht, ein kaltes Tuch um Hals und Nacken gelegt und der Notarzt oder die Rettung verständigt werden.

Bei allergischen Reaktionen wie Schwellungen, Fieber, Erbrechen oder Atemnot sollte der Patient zur Schockbekämpfung mit erhöhtem Oberkörper gelagert und die Kleidung gelockert werden. Sofort ist der Notarzt oder die Rettung zu rufen.

Weitere Tipps für die persönliche Sicherheit und private Vorsorge gibt es im Sicherheitsratgeber des Kärntner Zivilschutzverbandes, der kostenlos angefordert werden kann.

Quelle: https://www.siz.cc/kaernten/aktuell/103167/Achtung-Wespen

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