Westderby nach zehn Jahren: Wacker empfängt Austria Salzburg

Mona HopfingerMona Hopfinger
Fußballerinnen im Zweikampf auf Rasen vor Tribüne und Stadion
© fc-wacker-innsbruck.at

Am Freitag treffen der FC Wacker Innsbruck und SV Austria Salzburg erstmals seit einem Jahrzehnt aufeinander. Die beiden Traditionsvereine liegen in der 2. Liga nur einen Punkt auseinander. Im Tivoli wird ein stimmungsvolles Derby erwartet.

Zehn Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen kommt es am Freitag zum Westderby zwischen dem FC Wacker Innsbruck und SV Austria Salzburg. Als die Innsbrucker am 17. Mai 2026 mit einem Auswärtssieg in Schwaz den Aufstieg in die 2. Liga fixierten, dürfte bei den Wacker-Fans neben der Freude über die Rückkehr in den Profifußball auch die Vorfreude auf das Derby gewachsen sein. Die Rivalität zwischen den beiden Klubs ist groß, die Vorfreude auf beiden Seiten ebenso.

Sportlich verspricht die Begegnung Spannung. Nach acht Spielen trennt die beiden Teams nur ein Punkt. Austria Salzburg startete stark in die Saison und zeigte sich besonders beim 4:1-Sieg gegen die Vienna und beim Last-Minute-Erfolg gegen den FAC (2:1) in guter Form. Allerdings mussten die Salzburger auch Rückschläge wie die Niederlagen gegen die Young Violets (1:3) oder Voitsberg (1:2) hinnehmen.

Salzburg mit Bundesligaerfahrung

Die Violetten verfügen über einen starken Kader mit viel Bundesligaerfahrung. Kapitän Florian Rieder trug früher das Wacker-Trikot. In der Länderspielpause verstärkten sich die Salzburger mit dem vertragslosen Luca Kronberger, der ebenfalls Bundesligaerfahrung mitbringt. Dieses Mehr an Erfahrung verschafft Austria Salzburg die Favoritenrolle gegenüber Aufsteiger Wacker.

Bei den Innsbruckern besteht der Großteil der Mannschaft aus Spielern, die den Durchmarsch aus dem Amateurbereich geschafft haben. In den letzten Spielen verabsäumten die Wackerianer es, Partien vorzeitig zu entscheiden. Deshalb war der Sieg in der letzten Minute bei Rapid II in der vergangenen Runde besonders wichtig. Zuerst traf Luis Gstrein schnell zur Führung. Gegen Ende des Spiels wurde es noch einmal knapp. Die Wiener glichen per Elfmeter aus. In der 90. Minute schoss Mouhamed Sy aber das erlösende Siegestor. FCW-Trainer Sebastian Siller hat seine Mannschaft auf ein intensives Spiel vorbereitet. Alle Spieler aus dem Kader sollen mitspielen können, nur der Langzeitverletzte Tobias Berger fehlt. Gespielt wird auf dem neuen Rasen.

Rahmenprogramm im Tivoli

Der FC Wacker Innsbruck bietet beim Westderby ein umfangreiches Rahmenprogramm. Um 17.30 Uhr öffnen Wacker-Kiosk und Foodtruck vor dem Stadion, um 18.30 Uhr das Stadion selbst. Auf der Ost- und Westtribüne sorgen DJs für Stimmung, erstmals sind dort auch Merchandising-Stände mit den neuen Fanartikeln zu finden. Bezahlt werden kann ausschließlich mit Karte.

Am Spieltag gibt es eine Schal-Aktion: Der Wacker-Schal ist um 14,90 statt 19,90 Euro erhältlich. Frisch eingetroffen und wieder erhältlich sind auch die Wacker-Trikots, die beim letzten Mal sofort vergriffen waren. Gegen 19.30 Uhr stehen Interviews mit den Wacker-Legenden Manfred Gombasch, Kurt Welzl und Marcel Schreter am Programm. Nach dem Abpfiff bleibt das Tivoli noch eine Weile geöffnet und wird schrittweise geschlossen, der Wacker-Kiosk vor dem Stadion hat bis Mitternacht offen. Anpfiff ist am Freitag, 16. Oktober 2026, um 20.30 Uhr im Tivoli Stadion Tirol, als Schiedsrichter fungiert Achim Untergasser.

Wacker-Damen in Rankweil gefordert

Nach der Länderspielpause gastieren die Wacker-Damen am Sonntag in Vorarlberg. RW Rankweil hat in der Saison 2026/27 zu kämpfen und erst einen Punkt erkämpft. Dieser stammt aus der 2. Runde, als man sich 4:4 von LUV Graz trennte. Das sind die einzigen vier Tore, die Rankweil bisher geschossen hat. In sechs Spielen bekamen die Vorarlbergerinnen 32 Gegentore und stehen am Tabellenende. Die Wackerianerinnen haben sieben Punkte und ein ausgeglichenes Torverhältnis von 12:12. Sie liegen im Mittelfeld der Tabelle. Das 3:3 im letzten Spiel gegen Geretsberg/Bürmoos schmerzte, denn Wacker hatte die besseren Chancen. Jetzt will das Team beim Tabellenletzten wieder Boden gutmachen. In der Trainingswoche übten die Spielerinnen vor allem den Torabschluss. Sylvia Makungu-Neuberger kam mit viel Selbstvertrauen aus dem Nationalteam zurück. Bei ihrem Länderspiel schoss sie ein Tor für Kenia. Das Spiel ist am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 14 Uhr im Gastrastadion Rankweil. Schiedsrichter ist Michael Felder.

Zweites Team will Schwung mitnehmen

Schon am Freitagabend spielt die zweite Mannschaft der Wacker-Damen beim SV Angerberg. Zuletzt gewannen die Schwarz-Grünen gegen die SPG Mittelgebirge Ost 9:0. An diese starke Leistung wollen sie anschließen. Angerberg hatte einen guten Saisonstart, ist aber etwas ins Straucheln geraten. Zum Auftakt gewann das Team überzeugend gegen Mittelgebirge Ost (9:1), dann folgten zwei Niederlagen hintereinander. Gegen den SV Vomp gab es einen 8:0-Sieg. In den letzten beiden Runden verlor Angerberg aber gegen die SPG Alpbachtal (2:3) und den FC Stubai (0:4). Die Wackerianerinnen sollten konzentriert spielen. Die Unterländerinnen haben zwar schon vier Niederlagen, aber mit 22 Treffern die zweitmeisten Tore der Liga geschossen. Das Spiel ist am Freitag, 16. Oktober 2026, um 19.30 Uhr am Sportplatz Angerberg. Schiedsrichter ist Dzemal Avdic.

Quelle: https://fc-wacker-innsbruck.at/2026/10/15/endlich-wieder-westderby

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