Wien fördert psychische Gesundheit an Schulen

Mona HopfingerMona Hopfinger
Schulrucksack mit Symbolen für Stress, Hilfe und Lernen vor einem Schulgebäude
© Mit KI (Gemini) generiert

Anlässlich des Welttags der psychischen Gesundheit am 10. Oktober betont Bildungsstadträtin Bettina Emmerling die Bedeutung der mentalen Unterstützung für Schülerinnen und Schüler.

Die Wiener Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling macht zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober auf die zahlreichen Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler aufmerksam. Der Bildungsausschuss hat erst in dieser Woche die Förderung der Mental Health Days, der Schulmediation sowie der Wiener Bildungschancen beschlossen.

„Viele Schüler*innen tragen in ihrem Rucksack mehr als Hefte und Bücher. Leistungsdruck, Konflikte in der Klasse oder Sorgen von zu Hause gehen mit in die Schule“, erklärt Emmerling. Die psychische Verfassung sei keine Nebensache, sondern eine zentrale Voraussetzung für Erfolg in der Bildung. Die Angebote sollen sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte und Schulen unterstützen, die täglich mit diesen Herausforderungen konfrontiert sind.

600 Workshops zur mentalen Gesundheit

Die Stadt Wien finanziert auch im laufenden Schuljahr 600 Workshops mit verschiedenen Schwerpunkten an Wiener Sekundarschulen. Psychologinnen, Psychologen und Fachleute sprechen dabei mit Jugendlichen über psychische Gesundheit. Die Teilnehmenden lernen, über ihre Gefühle zu sprechen und zwischen einer schwierigen Lebensphase und einer Erkrankung zu unterscheiden. Zudem erfahren sie, wo sie Hilfe finden können. Auch Lehrkräfte und Eltern werden in die Workshops eingebunden.

Externe Mediation bei Konflikten

Die Schulmediation wird eingesetzt, wenn ein Konflikt im normalen Schulalltag schwer gelöst werden kann. Externe Mediatorinnen und Mediatoren entlasten Lehrkräfte und Schulleitungen und vermitteln Kindern und Jugendlichen Techniken, die über den konkreten Konflikt hinaus wirken.

3,9 Millionen Euro für Bildungschancen

Im Schuljahr 2026/27 stellt die Stadt Wien rund 3,9 Millionen Euro für die Wiener Bildungschancen zur Verfügung. Alle allgemeinbildenden Pflichtschulen in Wien können damit externe Angebote gratis buchen. Dazu gehören zum Beispiel Anti-Mobbing-Trainings oder Workshops, in denen man lernt, Social Media kritisch zu nutzen. Im letzten Schuljahr machten 273.068 Schülerinnen und Schüler mit.

Maßgeschneiderte Unterstützung durch „Respekt“

Mit dem Programm „Respekt: Gemeinsam stärker“ können sich Schulen maßgeschneiderte Unterstützung von Expertinnen und Experten holen, etwa zu Themen wie Mobbing, Ausgrenzung oder Klassenzusammenhalt. Gemeinsam mit dem Verein Wiener Jugendzentren wird für jeden Schulstandort ein eigenes Programm für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern entwickelt. 40 Wiener Schulen haben bereits teilgenommen, im laufenden Schuljahr folgen 10 weitere Schulen.

Zusätzliches Personal an 227 Schulen

Seit diesem Schuljahr erhalten 227 Wiener Schulen über den Chancenbonus zusätzliches Personal. Die Schulleitungen entscheiden selbst, was ihr Standort benötigt, etwa Schulsozialarbeit oder Schulpsychologie.

Quelle: OTS

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