Wien stellt 3,9 Millionen Euro für Schulprojekte bereit

Mona HopfingerMona Hopfinger
750.000 Schüler mit Symbolen für Bildung, Kunst und Wissenschaft vor Stadtkulisse
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Stadt Wien finanziert auch im Schuljahr 2026/27 externe Zusatzangebote für alle allgemeinbildenden Pflichtschulen. Rund 3,9 Millionen Euro fließen in das Programm „Wiener Bildungschancen“, das bereits in die vierte Runde geht.

Die Stadt Wien investiert im kommenden Schuljahr erneut 3,9 Millionen Euro in das Programm „Wiener Bildungschancen“. Damit können alle allgemeinbildenden Pflichtschulen auf externe Zusatzangebote zugreifen, ohne dass für Schulen oder Eltern Kosten entstehen. Das Programm läuft bereits im vierten Jahr.

Die teilnehmenden Schulen haben die Möglichkeit, aus 1.225 Angeboten von 466 externen Partnern zu wählen. Sie entscheiden selbst, welche Themen für ihre Klassen relevant sind. Die gesamten Kosten trägt die Stadt.

Workshops zu Medienkompetenz und Mobbing-Prävention

Das Angebot richtet sich an aktuelle Anforderungen im Schulalltag. Kinder und Jugendliche sollen lernen, Informationen kritisch zu bewerten, Fake News und Deepfakes zu erkennen und den Umgang mit sozialen Medien sowie Künstlicher Intelligenz zu meistern. Zugleich werden soziale Kompetenzen, Kreativität und Entdeckerfreude gefördert.

Das Spektrum reicht von Workshops zu Medienkompetenz, Zivilcourage und Radikalisierungsprävention über Anti-Mobbing-Trainings bis hin zu Angeboten zur Stärkung der Klassengemeinschaft. Ergänzt wird das Programm durch Experimente in Forschungslaboren, MINT-Workshops, Theater- und Kunstprojekte, Bewegungsangebote sowie Ausflüge auf Bauernhöfe.

„Mit den Wiener Bildungschancen geben wir den Schulen ein starkes Werkzeug, um Kindern beispielsweise einen kritischen Blick auf Fake News und KI zu vermitteln, Mobbing vorzubeugen oder einfach neue Begeisterung für Wissenschaft und Kultur zu wecken. Weder für die Eltern noch für die Schulen entstehen dadurch Kosten.“

Das sagte Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling.

Schulen setzen eigene Schwerpunkte

Jede Schule erhält ein Gesamtbudget und kann die Mittel flexibel verwenden – für einzelne Klassen, ganze Jahrgänge oder schulweite Projekttage. So lassen sich externe Angebote in den pädagogischen Alltag integrieren.

Für die Aufnahme ins Programm gelten verbindliche Qualitätskriterien. Dazu zählen die Einhaltung pädagogischer Richtlinien und ein verpflichtendes Kinderschutzkonzept. Jedes durchgeführte Angebot wird von den teilnehmenden Lehrkräften bewertet.

Über 750.000 Schüler haben bereits teilgenommen

Seit dem Start des Programms haben 757.808 Schüler an den Angeboten teilgenommen. Im Schuljahr 2025/26 nutzten 273.068 Schüler insgesamt 11.239 Angebote.

WIENXTRA setzt das Programm in Abstimmung mit der Stadt Wien um und vermittelt zwischen Schulen und qualifizierten Anbietern. Neue Partner mit interaktiven, kostenpflichtigen Angeboten für die erste bis neunte Schulstufe können sich weiterhin registrieren.

Quelle: https://wien.neos.eu/aktuelles/news/2026/10/wiener-bildungschancen-mehr-spielraum-fuer-schulen-mehr-moeglichkeiten-fuer-kinder

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