Wien vergibt E-Scooter-Konzessionen neu

Mona HopfingerMona Hopfinger
Roller in Wien mit Stephansdom im Hintergrund, maximal 4.200 Scooter erlaubt
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Stadt Wien startet ein neues Vergabeverfahren für Leih-E-Scooter. Wie das Büro von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Mittwoch bekannt gab, bleiben zwei Anbieter und 4.200 Roller zugelassen.

Die Konzessionen für Leih-E-Scooter in Wien werden neu ausgeschrieben. Das gab das Büro von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Mittwoch bekannt. Weiterhin dürfen nur zwei Betreiber ihre Dienste anbieten, die Flotte bleibt bei rund 4.200 Fahrzeugen gedeckelt.

In einem europaweiten Vergabeverfahren sollen jene Unternehmen zum Zug kommen, die das beste Gesamtkonzept präsentieren. Die neuen Konzessionen laufen über drei Jahre und können zweimal um je ein Jahr verlängert werden. Sie treten in Kraft, sobald die aktuellen Mitte 2027 auslaufen.

Vom Chaos zur Ordnung

Scooter-Sharing ist in der Bundeshauptstadt zwar beliebt, sorgte anfangs aber für erhebliche Probleme. Ohne Beschränkungen tummelten sich mehrere Anbieter mit insgesamt bis zu 9.000 Rollern auf den Straßen. Gehsteige waren zugeparkt, die Gefährte wurden zu Stolperfallen.

Im Sommer 2023 reagierte die Stadt mit einer Reform: Die Zahl der Betreiber und Fahrzeuge wurde drastisch reduziert, Abstellflächen eingerichtet und eine Nummerntafel-Pflicht eingeführt. Seither können Anbieter für falsch abgestellte Scooter selbst bestraft werden.

Strafen deutlich zurückgegangen

Anfangs verhängte die Stadt laut Simas Büro noch tausende Verwaltungsstrafen pro Monat. Mittlerweile hat sich die Zahl auf durchschnittlich 120 monatlich eingependelt. „Mein Ziel war es, das völlig inakzeptable E-Scooter-Chaos in unserer Stadt zu beenden. Niemand will herumliegende E-Scooter“, betonte Sima.

Quelle: APA

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