Wiener Börse startet mit leichten Verlusten in den Handel

Der ATX wird am Dienstag vorbörslich mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 6.887 Punkten erwartet. Am Montag hatte der Leitindex noch mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 6.901 Zählern geschlossen.
Die Wiener Börse dürfte am Dienstag mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Bankenindikationen sehen den ATX zu Handelsbeginn bei 6.887 Punkten, was einem Rückgang von 0,20 Prozent entspricht. Tags zuvor war der Leitindex noch um 1,51 Prozent auf 6.900,56 Punkte gestiegen. Auch an den führenden europäischen Börsen wird wenig Bewegung erwartet.
Energiepreise und internationale Vorgaben
Vor allem die etwas gesunkenen Energiepreise hätten den Wochenstart an den Finanzmärkten positiv beeinflusst, so die Einschätzung der Helaba-Experten. Der Ölpreis war am Montag wieder unter die 100-Dollar-Marke gefallen, am Dienstag in der Früh wurde diese Schwelle jedoch erneut überschritten. Aus den USA und Asien kommen positive Signale, dort verzeichneten die Börsen Kursgewinne.
Bei den Konjunkturdaten stehen heute international keine bedeutenden Veröffentlichungen an. Lediglich das vorläufige Verbrauchervertrauen in der Eurozone sei erwähnenswert, meinen die Helaba-Analysten. Angesichts der deutlich gestiegenen Spritpreise und der Korrektur an den Aktienmärkten sei mit einer Verschlechterung der Stimmung zu rechnen.
Personalwechsel bei Andritz
Beim steirischen Anlagenbauer Andritz ist Vorstand Dietmar Heinisser aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Die Andritz-Aktie hatte am Montag um 1,2 Prozent zugelegt.
AT&S profitiert von KI-Euphorie
Der heimische Leiterplattenhersteller AT&S zählte am Montag zu den größten Gewinnern. Die Aktie profitierte von der neuerlichen Aufbruchsstimmung rund um Künstliche Intelligenz und stieg als ATX-Spitzenreiter um 6,37 Prozent auf 187 Euro. Dieses Niveau hatten die Papiere zuletzt im Juli erreicht.
Bankensektor mit kräftigen Zuwächsen
Auch der schwer gewichtete Bankensektor zeigte sich am Montag stark. Die BAWAG legte um 3 Prozent zu. Die Erste Group gewann 2,61 Prozent, die RBI stieg um 2,27 Prozent. Zudem verzeichneten die Versicherungswerte deutliche Zuwächse.
Zu den größten Verlierern im prime market zählten am Montag Kapsch TrafficCom mit einem Minus von 6,52 Prozent auf 4,16 Euro, Rosenbauer mit minus 2,80 Prozent auf 62,60 Euro sowie Agrana mit minus 2,62 Prozent auf 11,15 Euro.
Weitere Spitzenreiter neben AT&S waren RHI Magnesita mit einem Plus von 4,42 Prozent auf 33,10 Euro und Telekom Austria mit plus 3,25 Prozent auf 9,54 Euro.
Quelle: APA
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