Wiener Gemeindebau bietet 500.000 Menschen ein Zuhause

Mona HopfingerMona Hopfinger
Wiener Gemeindebau: Kran, 1.500 neue Wohnungen bis 2030, 500.000 Bewohner, Spielplatz
© Mit KI (Gemini) generiert

Der kommunale Wohnbau in Wien umfasst rund 220.000 Wohnungen in mehr als 1.800 Anlagen. Jeder vierte Wiener lebt in einer Gemeindewohnung. Bis 2030 sollen weitere 1.500 Einheiten zusätzlich entstehen.

Rund 500.000 Menschen leben derzeit in Wiener Gemeindewohnungen. Das entspricht etwa einem Viertel der Stadtbevölkerung. Die insgesamt 220.000 Wohnungen verteilen sich auf mehr als 1.800 Wohnhausanlagen im gesamten Stadtgebiet.

Waltraud Karner-Kremser (SPÖ), Gemeinderätin und Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses für Wohnen, Wohnbau und Frauen, betont die Bedeutung des kommunalen Wohnbaus für die Stadt. Der Gemeindebau stehe seit rund 100 Jahren für Sicherheit, Lebensqualität und leistbares Wohnen. Es gehe nicht nur um Wohnraum, sondern auch um Nachbarschaft, Grünräume und Spielplätze.

Auf den Grundstücken von Wiener Wohnen befinden sich rund 68.000 Bäume, 610 Hektar Grünfläche und etwa 1.300 Spielplätze. Diese Verbindung von leistbarem Wohnen und Lebensqualität mache das Wiener Modell besonders.

Ausbau bis 2030 geplant

Die Stadt plant, bis 2030 weitere 1.500 neue Gemeindewohnungen zusätzlich zu den bereits angekündigten 4.000 zu errichten. Derzeit befinden sich 22.800 geförderte Wohnungen in Umsetzung.

Karner-Kremser erklärt, Wien schaffe zusätzlichen leistbaren Wohnraum und entwickle gleichzeitig bestehende Wohnanlagen weiter. Leistbares Wohnen dürfe keine Frage des Einkommens sein. Eine lebenswerte Stadt brauche Wohnraum, den sich die Menschen auch leisten können.

Alt-Erlaa als internationales Beispiel

Der Wohnpark Alt-Erlaa zeigt laut der Gemeinderätin, was sozialer Wohnbau leisten kann. Rund 9.000 Menschen leben in der Anlage. Großzügige Grünräume, Terrassen, Balkone, Gemeinschaftseinrichtungen und soziale Infrastruktur waren von Beginn an Teil des Konzepts.

International dient die Anlage immer wieder als Beispiel für hochwertigen sozialen Wohnbau, nun wird sie zukunftsfit gemacht: 3.182 Wohnungen werden thermisch saniert, die Sanierungsfläche beträgt rund 103.000 Quadratmeter. Zusätzlich kommen 780 Tiefensonden zum Einsatz. Der Heizwärmebedarf dürfte dadurch um rund 50 Prozent zurückgehen.

In Alt-Erlaa würden Leistbarkeit, Klimaschutz und Lebensqualität gemeinsam gedacht, betont Karner-Kremser. Dieses Prinzip präge den Wiener Wohnbau seit Jahrzehnten. Der Gemeindebau biete hunderttausenden Menschen ein sicheres Zuhause und führe auch international vor Augen, was eine Stadt mit konsequenter sozialer Wohnpolitik erreichen könne.

Quelle: OTS

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