Wiener Linien verhängen 50-Euro-Strafen ab sofort

In Wiens Öffis wird ab jetzt konsequenter durchgegriffen. Wer isst, mit Lautsprecher telefoniert oder Videos ohne Kopfhörer abspielt kann gestraft werden. Auch E-Scooter außerhalb erlaubter Zeiten und Hunde ohne Maulkorb kosten künftig Geld.
Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) kündigte am Mittwoch an, dass die Wiener Linien störendes Verhalten nun rascher ahnden. Bisher wurden Fahrgäste meist nur ermahnt, obwohl Geldbußen bereits möglich waren.
„Wir schalten die Strafe auf scharf“, erklärte Sima. Zwar werden Fahrgäste weiterhin aufgefordert, ihr Verhalten zu ändern. Wer sich uneinsichtig zeigt, muss allerdings sofort die sogenannte „Mehrgebühr“ von 50 Euro bezahlen.
„Host no immer kan Genierer?!“
Parallel dazu startet eine neue Rücksichtskampagne. Mit Plakaten und Durchsagen werden Passagiere an die Regeln aus Hausordnung und Beförderungsbedingungen erinnert. Kontrolliert wird vom Service- und Sicherheitspersonal sowie von Kontrolloren.
Wiener-Linien-Chefin Alexandra Reinagl betonte, dass sich Fahrgäste mehr Rücksichtnahme wünschen. Gleichzeitig hob sie hervor: „Die Mehrheit verhält sich vorbildlich.“ Seit der ersten Kampagne im Frühjahr habe sich die Lage bereits verbessert.
Im März wurden noch rund 12.000 Beanstandungen registriert. Im Oktober waren es nur noch knapp 8.300 Personen, die zur Rede gestellt wurden.
Quelle: APA
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