Wiener Neustadt und Lanzenkirchen kooperieren bei Wasser
Die Stadt Wiener Neustadt und die Marktgemeinde Lanzenkirchen wollen künftig bei der Trinkwasserversorgung zusammenarbeiten. Ein „Letter of Intent“ wurde unterzeichnet, um die regionale Wasserversorgung langfristig abzusichern.
Die Stadt Wiener Neustadt, die Wiener Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH (WNSKS) und die Marktgemeinde Lanzenkirchen haben eine Absichtserklärung für eine gemeinsame Trinkwasserversorgung unterzeichnet. Hintergrund sind der Klimawandel, sinkende Grundwasserspiegel und Verbrauchsspitzen, die eine strategische Vernetzung über Gemeindegrenzen hinweg notwendig machen.
Bürgermeister Klaus Schneeberger betonte, dass die langfristige Absicherung des Trinkwassers eine zentrale Zukunftsaufgabe für die gesamte Region sei. „Die Auswirkungen des Klimawandels und anhaltende Trockenperioden zeigen uns deutlich, dass wir Vorsorge rechtzeitig und vor allem gemeinsam treffen müssen“, so Schneeberger. Die Wasserversorgung solle weg von starren Gemeindegrenzen hin zu einem regionalen Verbundsystem gedacht werden.
Infrastruktur und Know-how als Basis
Stadtrat LAbg. Franz Dinhobl verwies auf die leistungsfähige Infrastruktur der WNSKS-Wasserwerke, die als größter Wasserversorger der Region über das notwendige technische Know-how verfügen. Durch die schrittweise Vernetzung und gegenseitige Bezugs- und Einspeisemöglichkeiten sollen die Systeme widerstandsfähiger gegen technische Ausfälle und extreme klimatische Veränderungen werden.
Lanzenkirchens Bürgermeister Bernhard Karnthaler zeigte sich erfreut über die Einigung. Lanzenkirchen verfüge zwar über ausreichend Wasser und eine sichere Versorgung, doch ein trockener Sommer wie heuer zeige, dass man heute schon an morgen denken müsse. „Mit dieser Zusammenarbeit schaffen wir eine zusätzliche Absicherung für die Zukunft und sichern gleichzeitig die hohe Qualität unseres Trinkwassers langfristig ab“, erklärte Karnthaler.
Konkrete Schritte geplant
Im „Letter of Intent“ wurde das weitere Vorgehen bereits festgelegt. Die Partner werden gemeinsam die vorhandenen Wasserressourcen und Versorgungskapazitäten erheben, bestehende sowie potenzielle Leitungsverbindungen analysieren und technische Varianten für eine schrittweise Vernetzung ausarbeiten. Zudem soll ein gemeinsamer mittel- und langfristiger Entwicklungsplan für die interkommunale Wasserversorgung erarbeitet werden.
Ziel ist eine sichere, nachhaltige und zukunftsfähige Trinkwasserversorgung für die Stadt Wiener Neustadt und die gesamte Region. Die Situation in Wiener Neustadt sei aufgrund der infrastrukturellen Investitionen in den vergangenen Jahren hervorragend und erlaube es der Stadt, derartige Kooperationen einzugehen.
Die neue Partnerschaft mit Lanzenkirchen ist nicht die erste ihrer Art: Das WNSKS-Wasserwerk unterhält bereits seit Längerem erfolgreiche interkommunale Kooperationen mit anderen Partnern in der Region. Auf Basis dieser Erfahrungen wird das Netzwerk nun auf Lanzenkirchen ausgeweitet.
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