Wiener Neustadt verkauft letzte Gemeindewohnungen

Mathias FischerMathias Fischer
Transparenz gefordert: Wohnungsverkäufe, Schloss, Lupe, Münzen und Banknoten
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Statutarstadt Wiener Neustadt hat den Verkauf ihres kommunalen Wohnbaus abgeschlossen. Die letzten 289 Einheiten gehen an die Erste gemeinnützige Wohnbaugesellschaft und an einen lokalen Bauunternehmer, so der ORF.

Mit der Übergabe der letzten 289 Mieteinheiten an die Erste gemeinnützige Wohnbaugesellschaft (EGW) und den Wiener Neustädter Bauunternehmer Mirza Sehic ist der Verkauf des kommunalen Wohnbaus in Wiener Neustadt abgeschlossen. Die Transaktion war lange umstritten.

Neuordnung seit Oktober 2025

Die Statutarstadt hatte im Oktober 2025 angekündigt, den kommunalen Wohnbau neu zu strukturieren. Von insgesamt 2.256 Einheiten wurden 1.646 zum Verkauf ausgeschrieben. Rund ein Viertel der Wohnungen und Geschäftslokale verbleibt im städtischen Eigentum.

Hintergrund der Entscheidung waren der hohe Leerstand und Sanierungsbedarf, die das Stadtbudget stark belasteten. Durch den Verkauf will die Stadt ab 2027 jährlich rund 2,5 Millionen Euro einsparen. Nur 610 Mieteinheiten bleiben im Besitz der Kommune.

Kaufpreis bleibt geheim

Über den Kaufpreis der letzten Tranche wurde Stillschweigen vereinbart. Der Gesamterlös aus dem Verkauf des kommunalen Wohnbaus soll Ende Oktober bekanntgegeben werden.

Für die Mieterinnen und Mieter soll sich durch den Eigentümerwechsel vertraglich nichts ändern, wird betont. Die Immobilien Freizeit Parken-Wiener Neustadt (IFP) und die neuen Eigentümer informieren die Betroffenen in einem gemeinsamen Schreiben. Bauunternehmer Sehic lädt zudem zu einer Mieterversammlung ein, um Fragen persönlich zu beantworten.

Grüne fordern Transparenz

Die Grünen in Wiener Neustadt bleiben kritisch. Sie hatten sich von Beginn an gegen die Verkaufspläne der Stadtregierung ausgesprochen. Besonders problematisch sehen sie, dass ein großer Teil der Wohnungen in privaten Besitz übergegangen ist und nicht dem gemeinnützigen Wohnbau erhalten bleibt.

Die Grünen fordern „volle Transparenz über die Verkäufe“ und einen klaren Sanierungsplan für die veräußerten Objekte.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3372178/

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