Wiener Schüler besuchten Krakau und Auschwitz

Eine achte Klasse aus Wien verbrachte Ende September vier Tage in Krakau. Neben Stadtbesichtigungen stand auch der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz auf dem Programm. Zwei Tage lang lernten die Jugendlichen polnische Schulen kennen.
Die Klasse 8B reiste von 22. bis 25. September 2026 gemeinsam mit zwei Lehrpersonen nach Krakau. Nach fünfstündiger Zugfahrt vom Wiener Hauptbahnhof erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Altstadt mit der Florianska-Gasse und dem Hauptplatz. Dort besichtigten sie die Marienkathedrale, den Rathausturm und die Tuchhallen. Einige Jugendliche nutzten die Freizeit für einen Besuch im Czartoryski-Museum, wo von polnischen Aristokraten gesammelte Artefakte ausgestellt sind.
Besuch der Gedenkstätte Auschwitz
Der zweite Tag führte die Gruppe zum Museum und ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz. Eine Führerin zeigte den Schülerinnen und Schülern das Stammlager, wo heute einige Baracken als Ausstellungsräume dienen. In Vitrinen sind Kleidung, Schuhe und Wertsachen der Häftlinge zu sehen, in einem weiteren Raum hängen Fotos der Opfer. Nach einer Pause besuchte die Klasse das KZ Auschwitz-Birkenau, das nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde. Die Führung endete bei einem Denkmal für die Opfer des Holocaust.
Am Nachmittag nahm die Gruppe an einer Stadtführung teil, die auf dem Wawel begann. Auf dem königlichen Hügel steht die königliche Kathedrale, die Architekturstile verschiedener Epochen vereint. Die Tour endete am Marktplatz, wo Legenden rund um die Marienkathedrale erzählt wurden.
Zwei Tage in polnischen Schulen
An den letzten beiden Tagen teilte sich die Klasse auf zwei Privatschulen auf. Elf Jugendliche besuchten das Kolegium Europejskie, die anderen elf das Liceum P. Michalowskiego. In der Liceum-Schule absolvierten die österreichischen Gäste gemeinsam mit polnischen Schülerinnen und Schülern einen Stationenbetrieb. Dabei erfuhren sie Details über das polnische Schulsystem, eine Schülerin versuchte ihnen das polnische Alphabet beizubringen.
Am zweiten Schultag stand ein IT-Workshop beziehungsweise eine Biologiestunde auf dem Programm, die ausschließlich auf Polnisch abgehalten wurde. Anschließend bereiteten die Jugendlichen gemeinsam Pierogi, polnische Teigtaschen, zu.
Die Gruppe im Europa-Kollegium erlebte Präsentationen, Geschichtsunterricht auf Englisch und einen Robotik-Workshop. In der Deutschstunde hatten die Wiener Schülerinnen und Schüler einen klaren Vorteil, während die Polnisch-Stunde zeigte, wie anspruchsvoll diese Sprache ist. Am Abend unternahm die gesamte Klasse eine Bootsfahrt auf der Weichsel. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen in einem polnischen Restaurant.
Quelle: https://fichtnergasse.at/die-reise-der-8b-nach-krakau-22-25-9-2026
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