Wiener Schulklassen beim Forward Festival

Mona HopfingerMona Hopfinger
Forward Festival 2026 mit Schriftzug "Turn Ideas Into Action" über einem Eingang.
© Fieda Polman

Mehrere Schulklassen besuchten das Forward Festival in Wien und erlebten zwei Tage lang Vorträge internationaler Kreativer. 30 Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in Motion Design, Filmgrafik und Fotografie.

Unter dem Motto „Turn ideas into action“ versammelte das Forward Festival in Wien Kreative aus verschiedenen Bereichen. Mehrere Schulklassen nutzten die Gelegenheit, an zwei Festivaltagen Vorträge zu besuchen und sich mit unterschiedlichen Arbeitsweisen auseinanderzusetzen.

Insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler der Klasse 34aKGK nahmen teil, begleitet von den Lehrenden Maria Lechner und Andreas Pawlik. Im Mittelpunkt standen nicht nur fertige Projekte, sondern auch Experimente, Umwege und die Frage, wie aus ersten Ideen eigenständige Arbeiten entstehen.

Filmgrafik und Motion Design im Fokus

Das Studio The Mill präsentierte, wie visuelle Welten entwickelt werden. Besonders eine Animation mit Samen und einem Baum zeigte die Möglichkeiten von Motion Design und 3D-Gestaltung.

HFA–Studio überzeugte mit einer breiten Projektpalette – von Getränken über die Berliner Mauer bis hin zu einer Krippe. Die Arbeiten verdeutlichten die Vielfalt gestalterischer Ansätze.

Dada Projects stellte visuelle Projekte vor, darunter Google DeepMind: Visualising AI – AI for Sustainability, das komplexe Themen visuell aufbereitet.

Grafikdesignerin Annie Atkins als Höhepunkt

Annie Atkins gehörte für viele Teilnehmende zu den Highlights. Die Grafikdesignerin für Filmproduktionen berichtete humorvoll von ihrer Arbeit und der Detailgenauigkeit, die in scheinbar nebensächlichen Requisiten steckt. Auch Fehler und Probleme seien Teil des kreativen Prozesses und könnten zu überraschenden Lösungen führen, so Atkins.

Jim Stoten zeigte sein Skizzenbuch und seine Herangehensweise an Illustration. Seine Präsentation machte deutlich, wie aus freien Zeichnungen und spielerischem Experimentieren neue Ideen entstehen. Eine Tanzeinlage zum Abschluss sorgte für Unterhaltung.

Erik Kessels präsentierte ungewöhnliche, teils makabre Projekte. Sein Buchprojekt MAN blieb besonders in Erinnerung und zeigte, dass Kreativität oft dort beginnt, wo Dinge anders interpretiert werden als erwartet.

Faire Preisgestaltung und künstlerische Fotografie

Am zweiten Festivaltag stand unter anderem JOYH auf dem Programm, das die Entwicklung einer eigenständigen visuellen Sprache thematisierte.

FAKTOR widmete sich der fairen Preisgestaltung in der Kreativbranche. Mit einem praktischen Kostenrechner wurde verdeutlicht, wie wichtig eine realistische Einschätzung des eigenen Aufwands ist.

Thomas Albdorf gab Einblicke in seine künstlerischen und kommerziellen Fotografieprojekte und zeigte, wie die Grenzen zwischen angewandter und freier Fotografie ausgelotet werden können.

Nicht auf den perfekten Moment zu warten, lautete der Appell von Gabriela Namie. Gute Ideen entstünden nicht erst, wenn alle Bedingungen stimmen – manchmal müsse man einfach anfangen.

Technologie, Humor und eigene Wege

Luna Maurer hatte eine einfache Botschaft: mehr tanzen. Ein Aufruf, der auch auf den kreativen Alltag übertragen werden könne – öfter ausprobieren, weniger zerdenken.

LTX brachte neue Technologien und Künstliche Intelligenz in die Diskussion. Dabei wurde deutlich, dass nicht jedes Tool automatisch ein überzeugendes Ergebnis hervorbringt. Entscheidend bleibe, wie und wofür es eingesetzt wird.

Supersense zeigte mit einer humorvollen Präsentation, dass der Weg zur fertigen Idee nicht immer geradlinig verläuft.

Studio Herrström stellte einen alternativen Ansatz vor: Statt mit einem Moodboard zu beginnen, könne eine intensive Recherche der bessere Ausgangspunkt sein, um eigene Ideen zu entwickeln.

Das spanische Illustrationsduo Cachetejack bildete für viele einen weiteren Höhepunkt. Mit farbenfrohen, humorvollen Arbeiten und einer mitreißenden Präsentation vermittelten sie die Botschaft, das zu machen, was man liebt, und dem eigenen Weg zu vertrauen.

Die zwei Festivaltage hinterließen bei den Teilnehmenden neue Eindrücke und die Erinnerung daran, wie vielfältig kreative Arbeit sein kann.

Quelle: https://www.graphische.net/favoriten-news/forward-festival

Worüber spricht Penzing morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.