Wieselburg-Land eröffnet neuen Trinkwasserbrunnen
Die Gemeinde Wieselburg-Land hat einen neuen Brunnen samt Hochbehälter in Betrieb genommen. Das Projekt soll die Trinkwasserversorgung langfristig absichern und wurde mit rund 60 Prozent der Baukosten durch Bund und Land gefördert.
Die Gemeinde Wieselburg-Land hat ihre Trinkwasserinfrastruktur ausgebaut. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Brunnens und des dazugehörigen Hochbehälters soll die Wasserversorgung auch in Trockenperioden gesichert werden.
Bürgermeister Franz Rafetzeder bedankte sich bei allen am Projekt Beteiligten. Dazu zählten die Grundstückseigentümer, die Abteilung WA4 des Landes Niederösterreich sowie das Land NÖ und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, die das Vorhaben mit Investitionszuschüssen von etwa 60 Prozent der Baukosten unterstützten. Besonders würdigte er Vizebürgermeister Gerhard Eppensteiner, Amtsleiter Gerhard Groiss und Wassermeister Rafael Walter für deren Einsatz.
Stefan Schuster vom Ziviltechnikbüro Schuster aus Wieselburg war für Planung und Bauaufsicht zuständig. Er zeigte sich erfreut, dass das Projekt planmäßig realisiert werden konnte und alle Auflagen erfüllt wurden. Zwei Brunnenbohrungen mit 18 Metern Tiefe nutzen den Zufluss in ausreichender Menge. Die Wasserqualität wurde eingehend geprüft und bestätigte laut den Untersuchungen hervorragende Trinkwasserqualität.
Vizebürgermeister Eppensteiner dankte den beteiligten Unternehmen für die gute Kooperation während der Bauphase. Nach zwei intensiven Jahren freute er sich über die Fertigstellung: „Der Bau ist nicht nur Beton, Stahl und Technik sondern eine Investition in die Versorgungssicherheit unserer Heimatgemeinde.“
Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP), der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vertrat, betonte: „Wasser kann Fluch und Segen zugleich sein, daher sichern wir uns auf beiden Seiten ab. Sauberes Trinkwasser ist in Österreich selbst in Badeseen eine Selbstverständlichkeit; wir investieren weiterhin für unsere Zukunft.“
Umweltministerium förderte acht Projekte
Umweltminister Norbert Totschnig hielt in einer Aussendung fest, dass die Auswirkungen des Klimawandels ernst genommen werden müssten. Jetzt gelte es, die richtigen Weichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser zu stellen. Wasser sei für Mensch und Natur lebenswichtig und die kostbarste Ressource. Investitionen in die Trinkwasserversorgung hätten deshalb höchste Priorität.
In der Gemeinde Wieselburg-Land wurden in den vergangenen zehn Jahren Finanzierungen des Umweltministeriums in Höhe von 1,2 Millionen Euro für Trinkwasserprojekte genehmigt. Dadurch konnten acht Projekte mit insgesamt 7 Millionen Euro Investitionskosten umgesetzt werden. Das aktuelle Projekt – die Errichtung des Brunnens und Hochbehälters inklusive Verbindungsleitungen – wird vom Umweltministerium mit 560.000 Euro unterstützt, die Sanierung in Mühling und Weinzierl mit 495.000 Euro.
Technische Daten und weitere Investitionen
Der Brunnen verfügt über eine genehmigte Entnahmemenge von 5 Litern pro Sekunde, was 430 Kubikmetern pro Tag entspricht. Der Hochbehälter hat ein Fassungsvermögen von 500 Kubikmetern. Die Baukosten für Brunnen und Hochbehälter beliefen sich auf rund 2 Millionen Euro. Parallel wurden in Mühling, Neumühl und Weinzierl mehr als 4 Millionen Euro in Sanierungen investiert, um Wasserverluste zu vermeiden.
Um die Versorgungsqualität aufrechtzuerhalten, wird Wieselburg-Land weiterhin investieren. Die nächsten Sanierungsprojekte sind bereits in Planung.
Quelle: https://www.wieselburg-land.gv.at/Brunnen_und_Hochbehaelter_eroeffnet
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