Wieser bei ARDO-Beschäftigten: „So nicht mit Menschen umgehen“

Markus Wieser, Präsident der AK Niederösterreich und ÖGB-Vorsitzender, besuchte am Montag das ARDO-Werk in Groß-Enzersdorf. Er sicherte den von der Schließung betroffenen Beschäftigten Unterstützung zu und kritisierte den Konzern scharf.
Der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich und Vorsitzende des ÖGB Niederösterreich, Markus Wieser, war am Montag direkt vor Ort im ARDO-Werk in Groß-Enzersdorf. Dort sprach er mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die von der angekündigten Werksschließung betroffen sind, und versicherte ihnen jede erdenkliche Unterstützung.
„Ihr seid diejenigen, die hohe Gemüsequalität der Marchlandbauern mit euren Händen und Fachwissen veredeln. ARDO pfeift auf all diese Kompetenzen, sperrt zu und glaubt Österreich mit eigenen im Ausland produzierten Produkten zu überfluten“, kritisierte Wieser den Konzern in deutlichen Worten.
Forderung nach „Rot-Weiß-Rotem Schulterschluss“
Wieser steht nach eigenen Angaben im ständigen Austausch mit dem Betriebsrat und den betroffenen Beschäftigten. „Es braucht nun einen Rot-Weiß-Roten Schulterschluss um diesem profitgierigen Konzern zu zeigen, dass man so mit den Menschen in Österreich nicht umgeht“, so der AK-Präsident.
Dazu habe er Kontakt mit dem Sozialministerium und Finanzministerium aufgenommen. Zudem stehe er in enger Abstimmung mit Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der Landwirtschaftskammer und dem Landwirtschaftsminister.
Versorgungssicherheit in heimischer Hand
Im Sinne der Versorgungssicherheit sollte nun etwas Neues entstehen, forderte Wieser. Er verlangt vehement – und das bereits seit vor der Covid-Krise –, dass zentrale Bereiche der kritischen Infrastruktur in rot-weiß-roter Hand bleiben müssen.
„Daseinsvorsorge, Industrie und Nahrungsmittel dürfen nicht ausländischen Abhängigkeiten überlassen werden“, betonte Wieser. ARDO sei ein Paradebeispiel dafür, was passieren könne, wenn man sich nur aufs Ausland verlasse und Produkte der Versorgungssicherheit nicht unter heimischer Kontrolle habe.
Quelle: OTS
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