Wilfing leitet Landtag einen Monat nach Herzstillstand

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Der niederösterreichische Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP) hat am Donnerstag erstmals nach seinem Herz-Kreislauf-Stillstand wieder den Vorsitz bei einer Landtagssitzung übernommen. Für die Sitzung unterbrach der 65-Jährige seine laufende Rehabilitation.

Exakt einen Monat nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand führte Karl Wilfing (ÖVP) am Donnerstag wieder den Vorsitz im niederösterreichischen Landtag. Es sei „alles andere als selbstverständlich“, wieder hier zu sein und die Sitzung zu eröffnen, erklärte der 65-Jährige zu Beginn der ersten Zusammenkunft nach der Sommerpause in St. Pölten. Für die Teilnahme unterbrach der Landtagspräsident kurzzeitig seine Rehabilitation.

Dank an Ersthelfer und Ärzte

Sein Leben habe sich innerhalb weniger Augenblicke verändert, sagte Wilfing bei Sitzungsbeginn. Er bedankte sich bei den Ersthelfern und den behandelnden Ärzten, die „im richtigen Moment das Richtige getan“ hätten. „Wenn einen selbst so etwas trifft, wird man demütiger“, so der Landtagspräsident. Man merke, wie viel man „selber nicht in der Hand habe“.

Letztlich säßen sich auch im Landtag Menschen mit Familien, Sorgen und Hoffnungen gegenüber, betonte Wilfing. Der Blick auf den Menschen sei ebenso wichtig wie der Diskurs.

Notfall auf Radtour im Thayatal

Der ÖVP-Politiker hatte am 24. August bei einer Tour auf dem Thayatal-Radweg einen medizinischen Notfall erlitten. Er wurde per Notarzthubschrauber in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen. Nach Einschätzung des behandelnden Ärzteteams dürfte eine schwere Herzrhythmusstörung mit Kreislaufkollaps und nachfolgendem Herzstillstand vorgelegen sein.

Seine Rehabilitation absolviert Wilfing in Groß Gerungs (Bezirk Zwettl). Der am Samstag 66 Jahre alt werdende Präsident versäumte aufgrund des Vorfalls keine Landtagssitzung.

Aktuelle Stunde zur Rettungsversorgung

Im Landtag wird am Donnerstag auf Antrag der ÖVP das Thema Notarzt- und Gesundheitsversorgung diskutiert. Die Aktuelle Stunde trägt den Titel „Klarheit statt Panikmache: Hochwertige Rettungsversorgung für NÖ bleibt gesichert“.

Quelle: APA

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