Windböe löste tödlichen Unfall am Semmering-Basistunnel aus

Eine Windböe hat am Montag einen tödlichen Arbeitsunfall auf der Baustelle des Semmering-Basistunnels in Schottwien verursacht. Beim Abbau einer Halle stürzte eine Wand auf zwei Arbeiter in einer Hebebühne. Ein 45-Jähriger starb, ein weiterer Mann erlitt schwere Verletzungen.
Die Ursache für den tödlichen Arbeitsunfall beim Semmering-Basistunnel ist geklärt. Laut Polizei hat eine Windböe am Montag in Schottwien (Bezirk Neunkirchen) das Unglück ausgelöst. Während Demontagearbeiten an einer Halle kippte eine Wand mitsamt Stützen um und traf den Korb einer Hebebühne, in der sich zwei Männer befanden.
Der Unfall ereignete sich kurz vor 11.00 Uhr beim Rückbau der sogenannten Werkstatt in Göstritz. Ein 45-jähriger Kroate, der für eine beauftragte Firma tätig war, verstarb noch an der Unfallstelle. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Ein 54-Jähriger aus dem Bezirk Spittal an der Drau wurde mit schweren Verletzungen vom Notarzthubschrauber „Christophorus 3“ in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt transportiert.
Zweiter tödlicher Arbeitsunfall in Mistelbach
Am selben Tag kam es in Mistelbach zu einem weiteren tödlichen Arbeitsunfall. Ein 34-Jähriger aus dem Bezirk Weiz war gemeinsam mit einem Kollegen damit beschäftigt, Photovoltaikpaneele vom Dach einer Firmenhalle zu entfernen. Kurz nach 11.00 Uhr dürfte der Steirer auf eine Lichtplatte getreten sein, die unter ihm nachgab.
Der Mann stürzte knapp sieben Meter in die Tiefe. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen verstarb er im Landesklinikum Mistelbach an seinen Verletzungen. In beiden Fällen haben die zuständigen Arbeitsinspektorate Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: APA
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