Windkraft-Kampagne rückt Niederösterreich in den Fokus

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die WINDKRAFT Österreich startet eine bundeslandweite Kampagne, die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in den Mittelpunkt stellt. Mit Geschichten von Bürgermeistern, Unternehmern und Musikern wird die Bedeutung der Windenergie für das Bundesland gezeigt.

Am 5. Oktober 2026 beginnt eine neue Kampagne der WINDKRAFT Österreich, die sich an die Menschen in Niederösterreich richtet. Im Zentrum stehen Bewohnerinnen und Bewohner des Bundeslandes, die ihre persönlichen Erfahrungen mit der Windenergie teilen. Die Initiative knüpft an eine Entwicklung an, die 1994 mit dem ersten Windrad in Wagram an der Donau begonnen hat.

„Die Windkraft in Niederösterreich ist ein Erfolg, der sich klar beziffern lässt: Rund 3500 Arbeitsplätze und über 700 Millionen Euro an Wertschöpfung jährlich bringt die Windkraft den Menschen in Niederösterreich“, erklärt Josef Plank, Präsident der WINDKRAFT Österreich und ehemaliger niederösterreichischer Landesrat. Die Kampagne wolle all diesen Menschen danken.

Unabhängigkeit als Argument

Geschäftsführer Florian Maringer von WINDKRAFT Österreich betont den Sicherheitsaspekt der Windenergie. Österreich importiere noch immer Gas und Öl aus dem Ausland, oft aus politisch instabilen Regionen. Bis zu 14 Milliarden Euro Steuergeld fließen dafür jährlich ins Ausland. Mit rund 2.400 MW Windkraft-Gesamtleistung könne sich Niederösterreich als „Heimat sicherer Energie“ bezeichnen, so Maringer.

Geschichten aus dem Bundesland

Die Kampagne läuft über mehrere Wochen im Herbst und umfasst sechs Sujets in Print und Digital, Radiospots sowie Storys auf Social Media. Verschiedene Personen aus Niederösterreich erzählen dabei ihre Erfahrungen.

Bürgermeister Albert Mayer aus Rohrau (Bezirk Bruck an der Leitha) berichtet von den Vorteilen für seine Gemeinde. Rohrau beziehe sauberen Strom und profitiere finanziell. „Durch die Windkraft haben wir die Möglichkeit bekommen, in gewisse infrastrukturelle Maßnahmen zu investieren. Im vorigen Jahr haben wir damit unsere Volksschule zu- und umbauen können“, schildert Mayer.

Christoph Meissl, Kapellmeister der Musikkapelle Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg), wird bei Windrad-Eröffnungen und Windfesten aktiv. Die Kampagne verweist auf die Energiekrise 2022, als Russland die Gaslieferungen drosselte und Europa in den ersten 44 Tagen des Konflikts 22 Milliarden Euro mehr für Energieimporte zahlte.

Zu den porträtierten Unternehmerinnen und Unternehmern gehören Winzerin Anna Faber, die Biobäcker Nina und Marcus Kürrer, Gottfried Stark vom Entsorgungsunternehmen „Sauber & Stark“, IT-Dienstleister Norbert Lang und Autohausbetreiberin Doris Wenko. Sie alle unterstützen die Windkraft und profitieren direkt oder indirekt davon.

Helmut Arzt, Bürgermeister der Großgemeinde Hauskirchen, Prinzendorf, Rannersdorf im Weinviertel, erinnert sich an die Zeit als Erdöl-Gemeinde. „Vor circa 30 Jahren kam mit den Windrädern eigentlich die Erlösung. Die Bohrtürme sind verschwunden. Jetzt haben wir saubere Energie, naturschonende Energie“, so Arzt. Mit den Einnahmen aus der Windkraft finanziere die Gemeinde Infrastrukturprojekte.

Zahlen zur Windkraft

Laut WINDKRAFT Österreich versorgen heimische Windräder bereits rund 2,75 Millionen Haushalte mit Strom. Rund 50 Windkraftunternehmen haben ihren Firmensitz in Niederösterreich. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000 Menschen, davon 3500 in Niederösterreich.

Weitere Informationen zur Kampagne sowie die Geschichten der porträtierten Personen sind auf wind.at/danke-noe verfügbar.

Quelle: OTS

Worüber spricht Bruck an der Leitha morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.