Windmessungen am Ahornstein starten im Sommer

Pia ProdingerPia Prodinger
Windmessung Ahornstein: Zwei Türme mit Messgeräten, Solarpaneele, ein Helikopter und Berge
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Salzburg AG wird ab Sommer 2026 am Ahornstein Windmessungen durchführen. Ein rund 100 Meter hoher Gittermast soll über mindestens ein Jahr Daten zu Windstärke, Windrichtung und Turbulenzen sammeln.

Die Salzburg AG plant gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten den Aufbau eines Windmessmastes am Ahornstein in Richtung Sulzbühel. Die Messungen sollen in den kommenden Wochen beginnen und sind Teil der Vorbereitungen für ein mögliches Windenergieprojekt.

Vorangegangene Basismessungen mittels Lasertechnologie hätten vielversprechende Resultate geliefert, heißt es in einer Aussendung. Nun sollen präzisere Daten erhoben werden, um verlässliche Aussagen über die tatsächlichen Windverhältnisse am Standort treffen zu können.

100 Meter hoher Mast für Langzeitmessung

Der Gittermast wird eine Höhe von rund 100 Metern erreichen und ist laut Salzburg AG aufgrund seines schlanken Profils aus größerer Entfernung kaum sichtbar. Über mehrere Sensoren werden über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr Winddaten gesammelt. Die Stromversorgung erfolgt autark durch eine Photovoltaikanlage und eine Brennstoffzelle mit Batteriespeicher.

Zum Schutz von Vogelarten werden Maßnahmen wie Signalfarben und Vogelwarnbänder eingesetzt, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Der Transport erfolgt weitgehend über bestehende Zufahrten, einzelne Komponenten werden per Helikopter angeliefert. Nach Abschluss der Messungen soll der Mast vollständig rückgebaut und die Flächen rekultiviert werden.

Begleitende ökologische Untersuchungen

Parallel zu den Windmessungen führen unabhängige Gutachter ornithologische und botanische Erhebungen durch. Auf dem Gittermast werden Fledermaus-Beobachtungssysteme installiert. Sogenannte „Horchboxen“ sollen Aufschluss über möglicherweise vorhandene Fledermausarten und deren Flugverhalten geben.

Erst auf Basis der gesammelten Messdaten könne festgestellt werden, ob der Standort tatsächlich für ein Windenergieprojekt geeignet ist, betont die Salzburg AG. Eine grundsätzliche Voraussetzung sei, dass solche Projekte ökologisch verträglich und gesellschaftlich vertretbar umgesetzt werden.

Die Initiative ist Teil des „Masterplan Klima + Energie 2030“ der Salzburger Landesregierung, der die Umstellung der gesamten Stromerzeugung im Bundesland auf erneuerbare Energieträger vorsieht. Neben Wasserkraft und Photovoltaik spielt dabei auch die Windenergie eine Rolle.

Quelle: http://www.muehlbach-hochkoenig.at/Informationsschreiben_zu_Windmessungen_am_Ahornstein

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