Winkler fordert Krisenmechanismus für Strompreise

Der SPÖ-Oberösterreich-Chef Martin Winkler verlangt eine Debatte über ein neues System zur Begrenzung der Strompreise in Krisenzeiten. Das Merit-Order-System lasse zu, dass steigende Gaspreise automatisch auch den Strompreis in die Höhe treiben.
Martin Winkler will einen Krisenmechanismus einführen, der in außergewöhnlichen Situationen die Auswirkungen des Gaspreises auf den Strompreis begrenzt. Der SPÖ-Oberösterreich-Chef argumentiert, dass in normalen Zeiten Marktregeln gelten sollen, in Krisenzeiten aber besondere Instrumente nötig seien, um Haushalte und Unternehmen zu schützen.
Merit-Order-System als Problem
Das derzeitige Merit-Order-System sorgt dafür, dass steigende Gaspreise automatisch auch die Strompreise nach oben treiben – auch dann, wenn ein Großteil des Stroms günstiger produziert wird. Internationale Krisen hätten in den vergangenen Jahren gezeigt, wie stark sie die Energiepreise in Österreich beeinflussen können, so Winkler.
Energiepreise treiben Inflation
Steigende Energiekosten schlagen sich nicht nur auf der Stromrechnung nieder, sondern befeuern auch die Teuerung insgesamt. Wie Statistik Austria mitteilte, lagen die Energiepreise im August 2026 um 10 Prozent über dem Vorjahresniveau und leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zur Inflation.
Nahezu jedes Produkt enthalte einen Energieanteil – sei es bei der Herstellung, dem Transport oder im Handel. Höhere Preise treffen somit alle Menschen beim täglichen Einkauf. Wer die Energiekosten senke, trage daher entscheidend zur Eindämmung der Inflation bei, so Winkler.
Planbare Preise für Industriestandort
Für einen Industriestandort wie Oberösterreich seien leistbare und planbare Energiepreise entscheidend. Hohe Strompreise gefährden Betriebe, Investitionen und damit auch Arbeitsplätze, warnt der SPÖ-Politiker.
Winkler fordert eine ernsthafte Diskussion darüber, ob das aktuelle Strompreissystem auch für extreme Krisensituationen geeignet ist. Globale Krisen dürften nicht ungefiltert auf die Stromrechnungen der Österreicherinnen und Österreicher und auf die Wirtschaft durchschlagen.
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